Alternative Heilmethoden und ihre Wirkung Teil 3

Alternative Heilmethoden und ihre Wirkung

Nachdem wir Ihnen bereits im ersten Teil und im zweiten Teil unserer Reihe „Alternative Heilmethoden“ verschiedene Therapieansätze vorgestellt haben, möchten wir im dritten und letzten Teil der Reihe auf weitere interessante Heilmethoden eingehen.

Phytotherapie – Die Heilkraft der Pflanzen

Schon seit Urzeiten wissen die Menschen, dass Pflanzen heilende Wirkstoffe besitzen, und bedienen sich dieser als Mittel gegen Krankheiten. Bereits ab dem Mittelalter wurde das Wissen über die Heilkräfte der Pflanzen in Klöstern gesammelt und ständig weiter erforscht. Heutzutage werden über 400 Heilpflanzen zur Arznei-Herstellung verwendet – als Tee, in Tablettenform oder als Tinktur.

Wer jetzt denkt es handelt sich hierbei um reine „Kräuterhexen-Medizin“ der liegt definitiv falsch. Vielen Phytotherapeutika konnte durch die Wissenschaft eine gute Wirksamkeit nachgewiesen werden. Johanniskraut hilft beispielsweise bei leichten Depressionen, Teufelskralle bei Rückenschmerzen und Weißdorn stärkt das Herz.

Während Tabletten meist einen standardisierten Wirkstoffgehalt haben, kann bei Tees und Tinkturen die Wirkstoffmenge nicht unerheblich schwanken.

Auch wenn bei vielen Erkrankungen, wie einer Erkältung oder Rückenschmerzen, immer erstmal ein pflanzliches Mittel ausprobiert werden sollte, ist es wichtig, den Arzt darüber zu informieren, da es manchmal Wechselwirkungen zwischen Mitteln der Schulmedizin und Phytotherapeutika geben kann.

Schüßler-Salze – Mineralien für die Gesundheit

Die Schüßler-Salze gehen zurück auf den Arzt und Homöopath Wilhelm Schüßler (1821-1898), der eine Therapie entwickeln wollte, die es auch Laien ermöglicht, sich einfach und gezielt selbst zu behandeln. Er stellte die These auf, dass sich in jeder Körperzelle bestimmte Mineralsalze befänden, die wichtige Abläufe steuern.

Wenn der Haushalt der Mineralsalze und somit der Zellen gestört ist, entstehen Krankheiten. Auf Grund dieser Annahme entwickelte er zwölf homöopathisch potenzierte Mineralsalze, die bei Einnahme Signale an die Zelle senden, die fehlenden Salze verstärkt aufzunehmen.

Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Studien über die Schüßler-Salze, aber die Erfahrungsmedizin zeigt, dass mit den Mineralsalzen gute Erfolge bei bestimmten Alltagsbeschwerden, wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Erkältungskrankheiten oder Muskelkater, erzielt werden können.

Wissenschaftler sprechen im Zuge der Schüßler-Salze auch von einer „abgekürzten Homöopathie“, die es auf Grund der begrenzten Anzahl an Mitteln auch Laien ermöglicht, sich selbst zu behandeln.

Einen Anwendungsüberblick können Sie sich auf der offiziellen Internetseite der Schüßler-Salze der Deutschen Homöopathie Union machen, hier lassen sich auch verschiedene Broschüren kostenlos bestellen, oder Sie lassen sich in Ihrer Apotheke des Vertrauens umfassend beraten.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Chinesen besitzen ein jahrtausendealtes Heilwissen, dass verschiedene Therapieansätze wie Akupunktur, Heilkräuterbehandlung, Bewegungstherapien, wie Qigong und Thai Chi, Ernährung und unterschiedliche Massagen beinhaltet.

Grundgedanke der Traditionellen Chinesischen Medizin ist es, dass Gesundheit und Lebensenergie aus dem Wechselspiel der Gegensätze Ying und Yang gespeist werden. TCM-Ärzte bedienen sich häufig diagnostischer Mittel, die auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen. So wird der Patient unter anderem berochen oder auf spezielle Weise abgeklopft.

Die häufigste TCM-Anwendung in der westlichen Welt ist Akupunktur. Vor allem bei Rückenschmerzen, Knieproblemen, Tennisarm und Migräne wird die Behandlung eingesetzt und inzwischen übernehmen die meisten Krankenkassen bei bestimmten Indikationen die Kosten.

Da die TCM in Ihrer Wirkweise eine sehr komplexe Heilmethode ist, sollten Sie die Behandlung immer einem seriösen Therapeuten überlassen. Um einen geeigneten Arzt zu finden, können Sie beispielsweise die Seite der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin besuchen.

Während Kräuter und Nadeln immer ein Fall für den Experten sind, kann man Tai Chi und Qigong sehr gut selbst erlernen. Viele Sportvereine und Fitness-Studios bieten inzwischen zahlreiche Kurse an, in denen Sie die sanften, fließenden Übungen lernen und somit Ihre Abwehrkräfte steigern und Stress abbauen können.

Volksheilkunde – Zwiebel und Quark als Heilmittel

In jedem Kulturkreis gibt es jahrhundertealte überlieferte Hausmittel, um Verletzungen und Krankheiten erfolgreich zu kurieren. Viele davon haben sich durchgehend bewährt und stehen auch heute noch hoch im Kurs.

Unter anderem lässt sich durch Wadenwickel effektiv Fieber senken, das Trinken von Heilerde hilft bei Magenbeschwerden, Zwiebelsäckchen helfen bei einer Mittelohrentzündung und Quarkwickel kühlen und lindern Entzündungen. Nicht immer bedarf es also einer pflanzlichen oder chemischen Medizin aus der Apotheke.

Auch bei vielen Erkältungssymptomen können einfache Hausmittel helfen. So kann beispielsweise ein Butterwickel gegen Hustenreiz oder selbst angesetzter Zwiebel-Honig-Saft gegen Husten helfen. Daher empfiehlt es sich gerade bei leichten Erkältungen erstmal auf altbewährte Hausmittel zurückzugreifen.

Yoga – die innere Mitte finden

Yoga gehört zum ayurvedischen Heilwissen und wird in Indien seit Jahrtausenden praktiziert. Aber auch in Deutschland gibt es seit vielen Jahren einen regelrechten Yoga-Boom. Um die richtigen Techniken zu lernen und Fehler zu vermeiden, sollten Sie einen der unzähligen Yogakurse besuchen.

Bei den Übungen, die Sie in den Kursen lernen, verharren Sie oft lange ruhig atmend in einer Position, um Ihrem Körper Kraft zu geben, die Konzentration zu stärken und zu entspannen.

Yoga hat sich vor allem bei Rückenschmerzen, Migräne, Kopfschmerzen und Arthrosen bewährt. Aber auch Schlafstörungen und Erschöpfungszustände bessern sich bei der regelmäßigen Anwendung von Yoga-Übungen. Innerhalb der zahlreichen Yoga-Varianten empfiehlt sich unter anderem das sogenannte „Iyengar-Yoga“, da es das am besten medizinisch erforschte ist.

Sollten Sie noch andere interessante Heilmethoden kennen oder zu den vorgestellten Heilmethoden noch Fragen haben, hinterlassen Sie uns doch einfach einen Kommentar und wir helfen Ihnen weiter.

Erfahren Sie im Artikel „Alternative Heilmethoden Teil 1“ mehr über die Therapiefelder Ayurveda und Homöopathie und im zweiten Teil der mehr über die Kneipp-Therapie, Meditation sowie Osteopathie.

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