Blasenentzündung – Was hilft?

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Meist tritt eine Blasenentzündung ohne größere Komplikationen auf, bei manchen Betroffenen sogar mehrmals im Jahr. Allerdings ist es immer ratsam beim Verdacht auf eine Blasenentzündung, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen medizinisch abklären zu lassen.

Hier ein paar Fakten zur Blasenentzündung

Bei einer Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, sind in den meisten Fällen Bakterien die Ursache, die in die Harnröhre eindringen und somit eine Entzündung hervorrufen. In seltenen Fällen, wie bei der hämorrhagischen Zystitis, sind hingegen Viren die Auslöser. Hierbei kommt es häufig zu größeren Blutmengen im Urin, weshalb bei diesem Symptom unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Am häufigsten sind Frauen von einer Blasenentzündung betroffen, da ihre Harnröhre kürzer als bei Männern ist und Bakterien somit leichter ihren Weg in die Blase finden. Außerdem liegt die Öffnung der Harnröhre bei Frauen anatomisch näher an der Analregion, bei der vermehrt Bakterien vorkommen, die eine Zystitis auslösen können.

Wissenswert: Die weibliche Harnröhre ist nur etwa 2,5-4cm lang, während die männliche Harnröhre bis zu 20cm lang sein kann. Daher sind Männer seltener von einer Blasenentzündung betroffen als Frauen.

In der Regel verläuft eine Blasenentzündung komplikationslos und kann bei leichteren Fällen auch ohne Medikamente behandelt werden. Sollten die Symptome jedoch nach drei Tagen nicht abklingen, ist auch hier ein Besuch beim Arzt unerlässlich.

Symptome einer Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung macht sich immer durch Schmerzen und/ oder Brennen beim Wasserlassen bemerkbar. Hinzu kommt ein ständiger Harndrang, bei dem jedoch nur geringe Mengen Urin abgegeben werden. Dies resultiert aus der gereizten Blasenwand, die sensibler auf Dehnungsreize reagiert und somit häufiger den „Befehl“ zur Entleerung der Blase gibt.

Sollte jedoch eine größere Menge Blut im Urin auftreten, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache für die Blasenentzündung zu untersuchen. Auch Schwangere, Diabetiker, Männer und Kinder sollten beim ersten Anzeichen einer Blasenentzündung einen Arzt aufsuchen, da hier der Verlauf der Erkrankung meist scherwiegender, beziehungsweise gefährlicher sein kann.

Diese Faktoren begünstigen eine Blasenentzündung

  1. Häufiger Geschlechtsverkehr kann eine Blasenentzündung begünstigen. Diese Form der Blasenentzündung wird auch Flitterwochen-Zystitis genannt und entsteht durch die vermehrte mechanische Reibung zwischen Analregion und Harnröhre. Außerdem kann der Gebrauch von Verhütungsmitten wie einem Diaphragma und Spermiziden zu Reizungen im Intimbereich führen, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen und Bakterien eine leichtere Angriffsfläche bieten. Besser geeignet sind hier Kondome.
  2. Mechanische Eingriffe wie Dauerkatheter oder Blasenspiegelungen können ebenfalls zu einer bakteriellen Infektion der Harnröhre führen.
  3. Ein weiterer Auslöser können hormonelle Veränderungen durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre sein. Auch Diabetes mellitus oder ein geschwächtes Immunsystem erhöht das Risiko für eine Blasenentzündung.
  4. Bei Jungs und Männern kann zudem eine Verengung der Harnröhre oder eine vergrößerte Prostata für eine Störung des Harnflusses und somit für ein erhöhtes Infektionsrisiko sorgen.

So beugen Sie einer Blasenentzündung vor

Da Unterkühlung eine der häufigsten Ursachen für eine Blasenentzündung ist, sollten Sie sich vor allem in der kalten Jahreszeit ausreichend warm halten. Dazu gehört warme Kleidung, die den Beckenbereich schützt sowie warmes Schuhwerk. Denn auch kalte Füße setzen unserem Immunsystem gehörig zu.

Außerdem sollten Sie sich gesund und vitaminreich ernähren, um das Immunsystem zu stärken. Zusätzlich sollten sie viel Trinken, geeignet sind vor allem stilles Wasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

Auch die richtige Intimhygiene kann maßgeblich zur Vorbeugung einer Entzündung beitragen. Säubern Sie sich daher nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten, um mögliche Keime nicht in die Nähe der Harnröhre zu wischen. Nutzen Sie zudem nur ph-neutrale Substanzen zur Reinigung des Intimbereichs, um das empfindliche Hautmilieu nicht zu irritieren.

Die besten Hausmittel gegen Blasenentzündung

Sollte es Sie trotz aller Vorsicht erwischt haben, gibt es eine Vielzahl alter Hausmittel, mit denen Sie eine Blasenentzündung schnell in Griff bekommen. Vorausgesetzt natürlich, es liegen keine schwerwiegenden Erkrankungen oder Risikofaktoren vor. Im Zweifel sprechen Sie auch bei der Eigentherapie mit Ihrem Hausarzt, Ihrem Gynäkologen oder Urologen.

Viel trinken und viel Urin ausscheiden!

Die wichtigste Regel bei einer Blasenentzündung ist eine ausreichende Menge Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vor allem Diuretika wie spezielle Säfte und Tees haben eine hartreibende Wirkung, was das Herausspülen der Bakterien unterstützt und somit zu einem schnelleren Abklingen der Entzündung führen kann.

Besonders effektiv hat sich Cranberry-Saft bei Blasenentzündungen gezeigt, denn die Beeren sind reich an Vitaminen und Vitalstoffen wie Vitamin C und B2, Natrium, Phosphor, Kalium und Antioxidantien. Sie wirken zudem harntreibend, antibakteriell und krampflösend.

Rettich-Saft wird sogar nachgesagt, selbst chronische Blasenentzündungen heilen zu können. Der konzentrierte Saft tötet Bakterien ab und regt die Blasentätigkeit an. Schälen und würfeln Sie dazu einfach einen mittelgroßen Rettich und lassen Sie ihn mit 3 EL Rohrzucker für etwa 30 Minuten ziehen. Pürieren Sie die Masse und streichen Sie sie durch ein Sieb. Nehmen Sie morgens und abends 1 El davon ein und trinken Sie zusätzlich viel Wasser oder Kräutertee wie z.B. Goldruten- oder Birkenblätter-Tee.

Natron lindert das Brennen

Da Bakterien in einem basischen Milieu schlecht überleben, kann zweimal täglich ein großes Glas Wasser mit einer Messerspitze Natron (oder Backpulver) ein effektives Mittel gegen die Blasenentzündung sein. Das Natron neutralisiert die Säure im Urin und mindert zudem das Brennen beim Wasserlassen. Nehmen Sie diese Trinkkur jedoch nicht länger als 3 Tage ein.

Halten Sie sich und Ihre Beckenregion warm. Wenn Sie an den Symptomen einer Blasenentzündung leiden, helfen auch warme Umschläge mit Kräutern wie Eukalyptus, eine Wärmflasche oder ein warmes Fußbad. Gönnen Sie sich zudem Ruhe und kurieren Sie die Entzündung richtig aus.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gesunde Winterzeit! Sollten Sie weitere Hausmittel kennen, die gegen eine Blasenentzündung wirken, dann hinterlassen Sie uns gern einen Kommentar.

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