Brennnessel – kein unnützes Unkraut

Brennessel

Nachdem wir Ihnen ja schon verschiedene Küchenkräuter und Ihre heilenden Wirkungen vorgestellt haben, wollen wir uns heute einer eher unbeliebten Pflanze widmen, nämlich der Brennnessel. Jetzt denken sich vielleicht viele, was bitteschön soll an diesem schmerzhaften Unkraut denn so toll sein? Aber lassen Sie sich nicht von dem schnellvermehrenden und bei Hautkontakt schmerzhaften Unkraut in die Irre führen.

Neben der eher unangenehmen Erfahrung mit Brennnesseln, genießt die Pflanze als Heilmittel eine lange Tradition und gehört zu den ältesten Heilkräutern der Menschheit. Sie besitzt mindestens genauso viele Einsatzgebiete wie etwa die berühmte Kamille, die hübsche Ringelblume oder der bittere Löwenzahn. In der Volksmedizin wird Brennnessel schon seit langem zur Entgiftung und Entschlackung im Rahmen von Frühjahrskuren und Diäten sowie bei Müdigkeit und Erschöpfungszuständen empfohlen.

Gerade letzteres ist häufig auf Eisenmangel, der wiederum zur Blutarmut führen kann, zurückzuführen. Was aber mit Hilfe von Brennnessel schnell behoben werden kann, da sie je nach Wuchsort zwei- bis viermal so viel Eisen wie ein Rindersteak und bis zu dreimal so viel Eisen wie Spinat hat.

Brennnessel und ihre Einsatzmöglichkeiten

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Brennnesselpflanze unter anderem Arthrose, Arthritis, Rheuma, Prostatabeschwerden und Blasenprobleme lindern sowie entzündliche Darmerkrankungen positiv beeinflussen kann.

Brennnessel bei Blasenproblemen:

Dank des sehr hohen Gehalts von Mineralstoffen, insbesondere Kalium, wirkt Brennnessel wassertreibend und ist somit besonders für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der Blase und der Harnwege geeignet. Auch der sogenannte Nierengrieß kann mit dem Diuretikum Brennnessel-Tee sehr gut ausgespült werden.

Brennnessel bei Rheuma:

Durch die in der Brennnessel enthaltene Caffeoyläfelsäure kann bei Rheuma eine heilende Wirkung erzielt werden. Zusätzlich enthält sie ungesättigte Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Eigenschaft aufweisen. Bei der Verwendung als Rheumaheilmittel sollten Sie übrigens beachten, dass
die losen Teesorten oder die selbstgepflückten Blätter als Tee eine bessere Wirkung erzielen als Fertigpräparate in Teebeuteln. Da Brennnessel eine hervorragende Verträglichkeit besitzt, kann der Tee problemlos über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren.

Brennnessel bei Prostataproblemen:

Besonders gut helfen die Wurzeln der Brennnessel in den Anfängen einer gutartigen Prostatavergrößerung. Auch hier helfen wieder die Fettsäuren sowie die Inhaltsstoffe Lekin und Phytosterin. Wichtig in diesem Zusammenhang sei noch, dass die Brennnessel lediglich die Beschwerden reduziert, ein Besuch beim Arzt aber dennoch unumgänglich ist.

Auf Grund der stark harntreibenden Wirkung sollten Sie bei dem Konsum von Brennnesseltee immer auf eine zusätzliche, ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Wichtig hierbei ist auch, dass Patienten mit Nieren- oder Herzschwäche sowie Wassereinlagerungen im Gewebe nur begrenzte Flüssigkeitsmengen aufnehmen dürfen.

Zubereitungsform

Die Familie der Brennnessel hat über 30 Arten, aber glücklicherweise ist gerade die wirksamste Art, die Brennnessel, die überall am Wegrand wächst und jederzeit von Ihnen gepflückt werden kann. Die Pflanze blüht vom Frühjahr bis zum späten Herbst und kann von Mai bis Ende Juli gesammelt werden.
Die Brennnessel kann sowohl im rohen wie auch im getrockneten Zustand verwendet werden. Um die unangenehme Wirkung der Nesselhaare bei der rohen Verwendung zu vermeiden, kann man entweder die jungen Pflanzenteile in ein Tuch wickeln und stark wringen, sie sehr fein hacken, mit einem Nudelholz durchwalken oder sie kräftig abduschen. Auch kochen, wie bei der Herstellung von Brennnesselspinat oder –suppe, macht die Nesselhaare unschädlich.

Und zu guter letzt tut es auch das klassische Trocknen für die Teezubereitung, denn auch hierbei verliert die Pflanze ihre reizende Wirkung.

Wer Brennnesseltee selber machen möchte, nimmt einfach pro Tasse drei bis vier gehäufte Teelöffel der getrockneten Brennnesselblätter, übergießt diese mit heißem Wasser und lässt sie zehn Minuten ziehen.

Sollten Sie noch Fragen zur Brennnessel und Ihrer Wirkung haben oder weitere Vorschläge für eine Verwendung, dann können Sie uns gerne einen Kommentar hinterlassen.

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