Darmspiegelung – Was wird gemacht?

Darmspiegelung

Die Darmspiegelung ist die wichtigste und aussagekräftigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Dank der modernen Technik lassen sich hiermit selbst kleine Tumore und Darmpolypen mit sehr hoher Sicherheit aufspüren. Zwar stellen die meisten Darmpolypen gutartige Krebsvorstufen dar, aber trotzdem ist es sehr zu empfehlen, die Darmspiegelung zur Vorsorge zu nutzen. Der Darmkrebs kann hierdurch nicht nur früh erkannt werden, sondern bereits in seinen Vorstufen gestoppt werden.

Da Darmkrebs in Deutschland bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebsart und die zweithäufigste Todesursache durch Krebs ist, haben in Deutschland alle gesetzlich Versicherten ab dem Alter von 55 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung. Sollte es keinerlei Befunde geben, kann man auf Kosten der Krankenkasse nach zehn Jahren eine zweite Darmspiegelung vornehmen lassen, ansonsten gibt es Kontrollen in kürzeren Abständen.

Instrument zur Darmspiegelung

In der medizinischen Fachsprache wird die vollständige Spiegelung des Darms als Koloskopie bezeichnet. Mit Hilfe eines speziellen Instruments, dem sogenannten Endoskop, betrachtet der Arzt, in den meisten Fällen ein Gastroenterologe, das Innere des Darms und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten.

Dieses Endoskop oder auch Koloskop ist ca. einen Zentimeter dick und verfügt am Ende über eine Lichtquelle sowie über eine kleine Kamera. Dank der modernen Technik ist es möglich, die Bilder als Video darzustellen und zu speichern. Zusätzlich besitzt der Schlauch winzige Zangen, die es ermöglichen, schon während der eigentlichen Spiegelung schmerzfrei kleine Gewebeproben zu entnehmen oder sogar vorhandene Darmpolypen zu entfernen, ohne dass ein weiterer Eingriff folgen muss.

Ablauf einer Darmspiegelung

Eine erfolgreiche und aussagekräftige Darmspiegelung kann nur bei einem gut gereinigten Darm durchgeführt werden. Daher müssen Sie normalerweise am Tag vor der Untersuchung ein Abführmittel einnehmen und anschließend sehr viel trinken. Den genauen Ablauf der Vorbereitungen erfahren Sie bereits bei der Anmeldung zur Darmspiegelung.

Nachdem der Arzt zunächst behutsam Ihren Mastdarm mit dem Finger austastet, wird das biegsame Endoskop durch den After in den Darm eingeführt und vorsichtig Stück für Stück bis zum Übergang zum Dünndarm voran geschoben. Nun wird durch das Endoskop vorsichtig Luft in den Darm geblasen, damit sich die Darmwände gut entfalten. Jetzt beginnt der wichtigste Teil der Untersuchung: Während das Endoskop langsam wieder zurückgezogen wird, betrachtet der Arzt detailliert die Darmschleimhaut in allen Abschnitten des Dickdarms.

Die gesamte Darmspiegelung dauert in etwa 20 Minuten. Auch wenn manche Menschen sich vor einer Darmspiegelung scheuen, da sie Schmerzen oder Komplikationen befürchten, verläuft sie weitgehend schmerzarm. Allerdings wird das Vorschieben des Endoskops häufig als recht unangenehm empfunden. Auf Wunsch besteht hier die Möglichkeit, zur Untersuchung ein Beruhigungsmittel zu bekommen und die Darmspiegelung somit nur im Dämmerzustand zu erleben.

Sollten Sie allerdings ein Beruhigungsmittel wünschen, dann lassen Sie sich am besten nach der Untersuchung abholen, da Sie an diesem Tag kein Auto mehr fahren dürfen.

Risiken bei der Darmspiegelung

Eine Darmspiegelung ist in der Regel eine sehr sichere und schonende Untersuchungsmethode, die in sehr seltenen Fällen zu einer Verletzung der Darmschleimhaut und zu Blutungen führen kann. Sollten Sie trotzdem große Bedenken oder Sorgen haben, dann besprechen Sie diese auf jeden Fall im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt und er wird Sie  weitreichend darüber aufklären.

Ansonsten finden Sie zum Beispiel auf der Seite www.darmkrebs.de der Felix Burda Stiftung ausführliche Informationen rund um das Thema Darmkrebs.

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