Die richtige Kleidung für die Übergangszeit

Richtige Kleidung für die Übergangszeit

Wie man sich erfolgreich vor Erkältungen und Grippe schützen kann, hatten wir Ihnen ja bereits in einem vorherigen Artikel im Herbst detailliert berichtet. Da unter anderem auch täglich frische Luft zur Stärkung unserer Abwehrkräfte beiträgt, spielt gerade die passende Kleidung eine wichtige Rolle.

Ein altes Sprichwort besagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!“ Aber welche Kleidung genau empfiehlt sich eigentlich in der Übergangszeit im Frühling und im Herbst?

Das Zwiebelschalenprinzip

In der Übergangszeit ist die Erkältungsgefahr am größten. Während der Körper im Herbst noch die warme Sonne gewöhnt ist und besonders empfindlich reagiert, kleiden wir uns im Frühling häufig zu warm ein und beginnen schnell zu schwitzen. Dies wiederum führt an der doch noch recht frischen Luft schnell zu einer Erkältung.

Daher lautet die gängige Empfehlung für die Übergangszeit „Zwiebel-System“. Bei diesem Prinzip werden mehrere Schichten möglichst atmungsaktiver Kleidung übereinander gezogen, sodass man jeder Zeit die Möglichkeit hat, eine oder mehrere Schichten aus- oder anzuziehen, sodass man nicht schwitzt oder friert.

Der Vorteil des Zwiebelschalenprinzips beruht zusätzlich darauf, dass zwischen den Kleidungsschichten insgesamt mehr Luft als Wärmeisolator gespeichert wird, als bei wenigen Schichten dickerer Kleidung. Außerdem lassen sich Feuchtigkeitstransport, Windschutz und Regenschutz durch die passenden Schichten und der Materialwahl positiv beeinflussen.

Die unterschiedlichen Schichten

Zunächst einmal wird die Basisschicht, Schweißtransportschicht oder auch Next-to-Skin-Schicht gebildet. Hierfür empfiehlt sich eine dünne Schicht Unterwäsche, die idealerweise nicht aus Baumwolle, da diese sich stark mit Wasser vollsaugt, sondern aus Polyester oder Polypropylen (zusätzlich bessere Isolierwirkung) bestehen sollte.

Vor allem in jüngerer Zeit setzt sich aber wieder vermehrt Wolle, wie die feine Merinoschafwolle, durch. Diese kann bis zu 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen und hält dann auch immer noch warm. Wichtig bei der Basisschicht ist vor allem, dass sie hauteng anliegt, denn nur so ist ein guter Feuchtigkeitstransport gewährleistet.

Danach folgt die Isolationsschicht oder auch Wärmeschicht. Hierbei kann es sich auch um mehrere Schichten handeln, wichtig ist nur, dass sie die Körperwärme gut speichern. Hierzu empfiehlt sich entweder Fleece, Wolle oder ein Wollmischgewebe mit Kunstfaser, wie zum Beispiel Polycolon.

Als letzte und wichtigste Schicht kommt dann die Oberschicht oder Außenschicht, die als Witterungsschutz dient. Hierfür empfiehlt sich, je nach Wetterbedingungen, eine atmungsaktive Gore-Tex-Jacke, eine Hardshell-Jacke oder eine Softshell-Jacke. Wobei letztere bedingt Isolationsschicht und Witterungsschutz vereint.

Die äußerste Schicht sollte vor allem atmungsaktiv sein, damit der Körperschweiß nach außen transportiert werden und verdunsten kann.

Generell gilt beim Zwiebelschalenprinzip: Besser mehrere dünne Schichten, als nur eine dicke Schicht. Die einzelnen Schichten sollten atmungsaktiv sein, damit sich die Wärme bei körperlicher Aktivität nicht am Körper staut und schnell nach außen geleitet werden kann.

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.