Diuretika – harntreibende Kräuter

harntreibende Kraeuter

Nachdem wir bereits in einem früheren Artikel verschiedene harntreibende Getränke vorgestellt hatten, befassen wir uns heute näher mit harntreibenden Kräutern. Genauso wie bei den harntreibenden Getränken, sollten Sie, falls Sie an einer Form von Inkontinenz leiden, auch die Einnahme von harntreibenden Kräutern vermeiden, da diese die Symptome verschlimmern können und Ihren Alltag dadurch zusätzlich erschweren.

Verantwortlich für die harntreibende Wirkung der Diuretika ist übrigens die Hemmung des Hormons ADH (Antidiuretisches Hormon oder Adiuretin) durch verschiedene in den Kräutern enthaltene Wirkstoffe. Normalerweise sorgt das Adiuretin dafür, dass das Wasser im noch nicht ausgeschiedenen Harn zurück in den Körperkreislauf gelangt und dort verwertet wird, aber durch die Wirkung der Diuretika wird vermehrt Flüssigkeit in der Blase gesammelt, was wiederum einen vermehrten Harndrang zur Folge hat.

Kräuter als Aufguss

Die meisten harntreibenden Kräuter werden auch als solche verwendet und normalerweise in getrockneter Form als Aufguss bei Harnwegsinfekten verwendet. Unter anderem gehören hierzu Schachtelhalm, Wachholder, Birke (ganz klassisches Mittel bei Harnwegsentzündungen), Orthosiphonblätter auch Katzenbart genannt (klassischer Bestandteil von Nierentee), Löwenzahn und Brennnessel. Da diese Kräuter, wie ja bereits erwähnt, hauptsächlich als Aufguss verwendet werden, wird die harntreibende Wirkung noch durch die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme unterstützt.

Frische Kräuter mit harntreibender Wirkung

Aber auch viele frische Kräuter haben eine harntreibende oder zumindest harnunterstützende Wirkung. Neben den bereits erwähnten Löwenzahn und Brennnessel gehören hierzu auch die Blütenblätter der Hornveilchen (wilde Stiefmütterchen, eignen sich gut für Salat), Estragon, Knoblauchrauke, Rosmarin, Petersilie, Dill, Kerbel, Sellerie und Liebstöckl.

Allerdings heißt das jetzt nicht automatisch, dass Sie auf all diese leckeren Kräuter verzichten müssen. Auch hier gilt die alte Weisheit „die Menge macht das Gift“. Solange Sie sich keinen Wildkräutersalat mit einem Dressing aus klein gehacktem Estragon, Petersilie und Rosmarin machen, können Sie die einzelnen Kräuter in geringen Mengen sicherlich problemlos zu sich nehmen. Eine Messerspitze Rosmarin am Essen wird vermutlich nicht dazu führen, dass Sie sofort zur Toilette müssen. Trotzdem gibt es einige Speisen, wie beispielsweise Tabbouleh (auch Petersiliensalat genannt), auf die Sie besser verzichten sollten.

Im nächsten Artikel der Reihe „Diuretika“ erfahren Sie alles über harntreibendes Obst und Gemüse. Sollten Sie noch weitere Erfahrungen mit harntreibenden Kräutern haben, die hier nicht genannt wurden, können Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.

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