Diuretika – harntreibendes Gemüse

Diuretika - harntreibendes Gemüse

In den vorausgegangenen Artikeln unserer Diuretika-Reihe hatten wir verschiedene harntreibende Getränke, harntreibende Kräuter sowie harntreibendes Obst vorgestellt und zu guter Letzt möchten wir uns heute näher mit harntreibendem Gemüse befassen. Wie auch bei den bereits behandelten Diuretika, sollten Sie die Einnahme von harntreibendem Gemüse vermeiden, falls Sie unter einer Blasenschwäche leiden. Ansonsten könnten sich Ihre Symptome verschlimmern und der Alltag wird zusätzlich erschwert.

Mit Diuretika verhält es sich wie folgt: Normalerweise sorgt das körpereigene antidiuretische Hormon (ADH) oder auch Adiuretin genannt, dafür, dass ein Teil des Wassers im noch nicht ausgeschiedenen Harn zurück in den Körperkreislauf gelangen kann und dort verwertet wird. Durch die in den Diuretika enthaltenen Wirkstoffe wird das Hormon gehemmt, sodass sich stattdessen vermehrt Flüssigkeit in der Blase sammelt, was wiederum zu einem verstärkten Harndrang führt.

Der Klassiker der Diuretika

Das klassische harntreibende Gemüse ist der Spargel, wobei die Farbe hierbei keine Rolle spielt. Spargel ist schon seit dem Altertum als Diuretikum bekannt und wirkt auf Grund des enthaltenen Asparagins stark entwässernd. Bei Krankheiten wie Inkontinenz sollte man beim Spargelgenuss daher besser Vorsicht walten lassen, aber ansonsten eignet er sich hervorragend zum Entschlacken des Körpers und zum Ausschwemmen von Giften.

Neben Spargel gibt es noch zahlreihe weitere Gemüsesorten, die man bei Inkontinenz mit besonderem Bedacht konsumieren sollte. Hierzu zählen unter anderem Zwiebeln, Knoblauch, rohe Karotten, Artischocken, Paprika, Tomaten und Sellerie (der hohe Kaliumgehalt wirkt harntreibend).

Besondere Vorsicht bei Gurken

Zwar zählen die normalen Salatgurken zu den gesündesten und basenreichsten Gemüsesorten und haben mehr Elektrolyte als so mancher Sportdrink, trotzdem sind sie nicht für jeden zum Verzehr geeignet. Denn Salatgurken gelten als „Superschlankmacher“, weil sie kaum Kalorien haben und zusätzlich sehr stark entwässernd sind. Das ist zwar sehr hilfreich bei dicken Beinen, Gicht oder Rheuma, aber bei Blasenschwäche absolut kontraproduktiv.

In diesem Fall lassen Sie lieber die Finger von Gurken oder nutzen sie nur zur äußeren Anwendung, um Ihr Gesicht mit Gurkenscheiben zu erfrischen und die Haut zu reinigen.

Allgemein sei vielleicht noch erwähnt, dass gerade Suppen mit den bereits genannten diuretischen Gemüsesorten bei Inkontinenz tunlichst vermieden werden sollten, da hier die diuretische Wirkung der Lebensmittel durch die Flüssigkeit zusätzlich unterstützt wird.

Sollten Sie noch weitere „entwässernde“ Erfahrungen mit anderen Gemüsesorten, die hier nicht genannt wurden, gemacht haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.

Lesen Sie auch die Beiträge „Diuretika – harntreibende Kräuter„, „Diuretika – harntreibendes Obst“ und „Diuretika – harntreibende Getränke“ in unserem Seresco Ratgeber.

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