Diuretika – harntreibendes Obst

Kirschen - Diuretika Obst

Nachdem wir bereits in zwei vorausgegangenen Artikeln verschiedene harntreibende Getränke und harntreibende Kräuter vorgestellt hatten, befassen wir uns heute näher mit harntreibendem Obst. Genauso wie bei allen harntreibenden Lebensmitteln, sollten Sie, falls Sie an einer Form von Inkontinenz leiden, auch die Einnahme von harntreibendem Obst vermeiden, da dadurch die Symptome schlimmer werden können und Ihr Alltag zusätzlich erschwert wird.

Wie wir ja bereits beim letzten Mal schon erwähnt hatten, liegt der Grund für die harntreibende Wirkung der verschiedenen Diuretika in der Hemmung des ADH (Antidiuretisches Hormon oder Adiuretin). Grund dafür sind verschiedene im Obst enthaltene Wirkstoffe. Normalerweise sorgt das Adiuretin dafür, dass das Wasser im noch nicht ausgeschiedenen Harn zurück in den Körperkreislauf gelangt und dort verwertet wird. Stattdessen aber sammelt sich mit Hilfe der Diuretika vermehrt Flüssigkeit in der Blase, was wiederum zu einem verstärkten Harndrang führt.

Obst, das mit Vorsicht zu genießen ist

Zwar besitzt fast jedes frische Obst einen hohen Anteil an Flüssigkeit, die bekanntlich alleine schon zu Harndrang führt, aber trotzdem gibt es spezielle Obstsorten, die bei einem Inkontinenzleiden mit Vorsicht zu genießen sind.

Unter anderem sollten Sie vorsichtig bei dem Konsum von Hagebutten (meistens in Tee oder Marmelade), von schwarzen und roten Johannisbeeren, von Preiselbeeren und auch von Kirschen sein. Zusätzlich ist es ratsam, auf größere Mengen von Weintrauben, Kiwis und Ananas zu verzichten und auch Grapefruits wird eine entwässernde und damit harntreibende Wirkung nachgesagt.

Für den Einen gut und für den Anderen nicht

Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen stärken das Immunsystem und gelten allgemein als „Blutreiniger“. Sie regen die Nieren an und entwässern damit den ganzen Körper, was sich unter anderem bei dicken Beinen empfiehlt. Dies wiederum hat positive Auswirkungen auf den Kreislauf und entlastet die Lunge und das Herz. Sollten Sie allerdings unter Blasenschwäche leiden, dann ist es besser, wenn Sie den Konsum dieser nierenanregenden „Blutreiniger“ vermeiden.

Ähnlich verhält es sich mit Melonen. Melonen bestehen zum Großteil aus Wasser und sind gleichzeitig stark entwässernd. Sie spülen überschüssiges Salz und Harnsäure aus dem Körper, reinigen die Nieren, sind blutverdünnend, blutreinigend und regen die Verdauung an. Vor allem Rheumatiker und Gichtkranke können von dieser Wirkung profitieren.

Aber nicht nur Menschen mit Harninkontinenz müssen bei dem Konsum von Melonen aufpassen. Weil Melonen enorm galleanregend wirken, sollte man nicht zu viel auf einmal essen, da es ansonsten zu Magen- und Darmstörungen sowie Durchfall kommen kann.

Im unserem letzten Artikel der Reihe Diuretika werden Sie dann alles über harntreibendes Gemüse erfahren. Sollten Sie noch weitere harntreibende Erfahrungen mit anderen Obstsorten, die hier nicht genannt wurden, gemacht haben, können Sie uns gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.

Lesen Sie auch die Beiträge „Diuretika – harntreibende Getränke“ sowie „Diuretika – harntreibende Kräuter„.

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