Freie Radikale – Gift für den Körper?

freie Radikale sind nicht grundsätzlich schlecht

Immer wieder hört man von den sogenannten „Freien Radikalen“, aber was genau sind sie eigentlich?

Alle unsere Körperzellen benötigen Sauerstoff. Dieser wird in den Mitochondrien, ähnlich winziger „Kraftwerke“, für die Verbrennung von Zucker benötigt und überträgt seine Energie auf chemische Träger, die alle Zellreaktionen in Gang halten.

Bei dem Prozess entstehen allerdings Kohlendioxid und die freien Radikale als Abfallprodukt. Diese freien Radikale sind besonders reaktionsfreudige Sauerstoff-Moleküle, die Zellstrukturen, Eiweiße und die Erbinformation schädigen können, gleichzeitig aber auch dafür sorgen, dass unser Immunsystem mit ihrer Hilfe schädliche Zellen zerstören kann.

Unsere gesunden Zellen wiederum sind dank ausreichender Vitaminversorgung geschützt.

Freie Radikale räumen auf

Unser Immunsystem ist auf die Bildung von freien Radikalen angewiesen, da dieses mit Hilfe der freien Radikale erbgutgeschädigte Zellen bekämpfen kann und den sogenannten Zellmüll aus oxidierten Fetten und Proteinen beseitigt. Freie Radikale sind daher nicht grundlegend schlecht für unseren Organismus, sondern ein wichtiger Regulator für die Vermehrung und Funktion der Mitochondrien.

Wenn wir jetzt also versuchen mit Hilfe von hochdosierten Vitaminpräparaten mit Vitamin C und Vitamin E als Antioxidantien die freien Radikalen zu bekämpfen, kann dies zur Folge haben, dass wir damit unser Immunsystem ausbremsen und Tumore sogar schneller und ungehinderter wachsen können.

Dauerbeschuss durch freie Radikale ist gefährlich

Zwar wissen wir inzwischen, dass die freien Radikale nicht, wie schon in den fünfziger Jahren angenommen, ausschließlich schädlich sind, aber trotzdem führen gerade diese hochreaktiven Moleküle in hoher Konzentration zu zahlreichen Krankheiten oder schnellerer Gewebealterung wie etwa bei einem Sonnenbrand.

Ein ständig erhöhter Radikalpegel, wie beispielsweise bei einem Kettenraucher, führt zu einem permanenten oxidativen Stress, der wiederum Ursache für ein deutlich erhöhtes Tumorrisiko sein kann. Aber nicht nur die Krebsrate nimmt zu, sondern auch das Risiko für Gefäßerkrankungen, Typ-2-Diabetes sowie für degenerative Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson steigt.

Ein erhöhter Beschuss durch freie Radikale wird neben dem Rauchen noch durch zahlreiche andere Umwelteinflüsse, wie beispielsweise Luftschadstoffe, Pestizide, Schwermetalle, UV-Licht und Ozon, oder aber auch körperinterne Stoffwechselvorgänge verursacht. Wenn sich zu viele freie Radikale im Blut befinden, wird von einem erhöhten oxidativen Stress gesprochen.

Was kann man gegen freie Radikale tun?

Bis zu einem Alter von 30 Jahren verfügt der menschliche Körper über optimale Reparaturmechanismen, aber ab diesem Zeitpunkt wird es immer wichtiger, aktiv vorzubeugen, da auch der Zellalterungsprozess stark von freien Radikalen abhängig ist.

Viele Alltagsdinge, wie psychischer Stress, Alkohol, ionisierte Strahlung wie beim Handy oder beim Fernseher, Medikamente wie die Antibabypille oder auch Erkrankungen wie Entzündungen oder Kreislaufkrankheiten haben negativen Einfluss auf den Radikalpegel. Daher gilt es vor allem, die aktuelle Lebensweise zu ändern, auf bestimmte Dinge zu verzichten und gleichzeitig auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung zu achten. Anstelle hochkonzentrierter Vitaminpräparate mit Antioxidantien sollte man auf frisches Obst und Gemüse zurückgreifen.

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