Gärtnertipps für Balkon und Garten

Gärtnertipps für Balkon und Garten

Wer noch nie in eine selbstangebaute Tomate gebissen hat, hat definitiv etwas verpasst. Nicht nur das selbst angebautes Gemüse und Obst besser schmeckt, es ist auch noch gesünder als das gängige Obst und Gemüse aus dem Supermarkt, schließlich ist es frei von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln. Damit Ihr neues Hobby auch zu einer ertragreichen Ernte führt, haben wir hier ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie schon bald Ihr selbst angebautes Obst und Gemüse genießen können.

Wann können die Pflanzen nach draußen?

Mitte Mai, Anfang Juni ist die perfekte Zeit um Gemüse und Obst an die frische Luft zu setzen, da es auch nachts nicht mehr zu kalt wird. Zwar sind Sie für Erdbeeren inzwischen zu spät dran, aber es gibt ja auch noch zahlreiche andere Pflanzen, die hervorragend im Garten, aber auch auf Balkonen und Terrassen gedeihen. Sollten Sie mit Saatgut arbeiten, dann empfiehlt es sich immer die kleinen Sprösslinge erst einmal in der Wohnung auf der sonnigen Fensterbank vorzuziehen. Haben die kleinen Pflanzen eine gewisse Größe erreicht und ist der Stängel so dick, dass er nicht beim ersten Windhauch umknickt, dann können Sie anfangen, die Pflanzen raus zusetzen.

Obst- und Gemüseanbau im Garten

Sollten Sie einen Garten haben, dann ist der eigene Anbau überhaupt kein Problem. Vielleicht legen Sie sich gleich noch einen kleinen Kompost an, sodass Sie ihre Bioabfälle gleich wieder zu einer nährstoffreichen Erde umwandeln können. Somit benötigen Sie auch keine weiteren oder nur sehr wenig Düngemittel. Sollten Sie dennoch nachhelfen wollen, müssen Sie nicht zur Chemie greifen, sondern können sich einfach mit Pferdemist weiterhelfen, vorausgesetzt natürlich Sie haben einen Pferdehof in der Nähe.

Gerade im Garten lassen sich wesentlich unterschiedlichere Pflanzen anbauen als auf dem Balkon. Zwar ist es im Obstbereich für viele Bäume und Bodendecker, wie Erdbeeren, Kirschen oder Äpfel, schon zu spät, aber Johannisbeersträucher, Himbeersträucher oder Brombeersträucher könnten noch gelingen. Freie Wahl haben Sie stattdessen im Gemüsesektor, hier ist wirklich alles noch im zeitlichen Rahmen. Sollten Sie keine Sprösslinge vorgezogen haben, bekommen Sie die verschiedensten Pflanzen im handelsüblichen Baumarkt vorgezogen und bereit für das Aussetzen im Garten. Achten sollten Sie hierbei vor allem auf die Sonnenempfindlichkeit der einzelnen Gemüsepflanzen und auf windgeschützte und regengeschützte Stellen in Ihrem Garten. Gerade Tomaten neigen bei häufigem direktem Regen zu Braunfäule und viele Pflanzen mögen zudem keine direkte Sonne, wie zum Beispiel Petersilie.

Obst und Gemüse von Balkonien

Haben Sie keinen Garten, bleibt Ihnen immer noch die Terrasse, der Balkon oder die äußere Fensterbank, wobei bei letzterer der Platz sehr begrenzt ist und Sie eine sorgfältige Befestigung wählen sollten, damit nicht irgendwann jemand Ihre Kübel auf den Kopf bekommt. Aber auch auf dem Balkon und der Terrasse lassen sich hervorragend Obst- und Gemüsesorten anbauen.

Genauso wie beim Aussetzen der Pflanzen im Garten gilt hier: Sprösslinge drinnen auf der sonnigen Fensterbank vorziehen und dann ab nach draußen auf den Balkon. Da hier nur eine begrenzte Fläche und somit auch nur begrenzt nährstoffreiche Erde gegeben ist, empfiehlt es sich, häufiger zu düngen und es eher mit kleineren Pflanzen zu versuchen. Als Dünger eignet sich unter anderem getrockneter Kaffeesatz, den Sie einfach mit einer Gabel unter die Erde arbeiten können oder Sie verwenden organischen Flüssigdünger, der zum Beispiel aus Melasse hergestellt wird.

Auch Tomaten lassen sich übrigens hervorragend auf dem Balkon anbauen, solange Sie sie regelmäßig ausgeizen (die neuen Triebe in den Blattachsen und Verzweigungen abknipsen und entfernen), sodass die ganze Energie in die Blüten und später in die Früchte wandert. Ansonsten können Sie auf Ihrem Balkon auch problemlos Bohnen, Zucchini oder Salat anbauen. Bei Salat empfiehlt es sich erstmal mit den einfachen Salatrauken zu beginnen. Diese lassen sich regelmäßig ernten und können einfach mit einer Küchenschere mehrmals abgeschnitten und verwertet werden. Was immer geht, sind Gartenkräuter in Hülle und Fülle. Hierbei sollten Sie nur auf den Standort achten, da manche von ihnen keine direkte Sonne mögen, Petersilie zum Beispiel hat es lieber schattiger. Normalerweise stehen die wichtigsten Hinweise immer auf der Samenpackung oder am Kräutertopf, sodass Sie auch hier nichts falsch machen können.Gerade im Kräuterbereich bietet der Baumarkt um die Ecke inzwischen eine riesige Auswahl an sonderbaren und fantastischen Sorten, wie zum Beispiel Honigmelonensalbei, Orangenminze, Schokoladenminze und verschiedensten Basilikumsorten.

Neben dem Spaß an der Hobbygärtnerei hat der Anbau von eigenem Obst und Gemüse noch weitere Vorteile. So sind die pestizidfreien Obst- und Gemüsesorten wesentlich gesünder als ihre Kollegen aus dem Supermarkt, denen zudem meist ausreichend Sonnenlicht fehlt, was sich auf negativ auf den Vitaminhaushalt auswirken kann. Mehr Informationen zu gesunder Ernährung finden Sie auch in unserem Artikel „Fit im Alter mit der richtigen Ernährung“ von der Lebensmittel-Expertin und Diplom Oecotrophologin Heike Huber-Tugend.

Sollten Sie noch Fragen zu diesem Beitrag haben oder weitere Tipps und Tricks benötigen, können Sie uns gern anschreiben und wir werden versuchen, Ihnen weiterzuhelfen. Ansonsten wünschen wir Ihnen eine erfolgreiche Ernte und viel Freude mit dem Glücksgefühl, wenn Sie in Ihre erste eigene Tomate beißen.

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.