Grauer Star – Verlust der Sehschärfe

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Als Grauer Star oder auch Katarakt werden Linsentrübungen bezeichnet, die das Sehen beeinträchtigen. Die Bezeichnung Grauer Star leitet sich von der sichtbar grauen Färbung hinter der Pupille ab.

Die bekannte Augenerkrankung ist für über 40 Prozent aller hochgradigen Sehminderungen verantwortlich und zählt zu den häufigsten Augenkrankheiten im Alter. Doch heutzutage kann die getrübte Linse in den meisten Fällen operativ durch eine künstliche Linse ersetzt und somit das Sehvermögen wieder deutlich verbessert werden.

Diese Operation zählt zu den am meisten durchgeführten chirurgischen Eingriffen überhaupt und jedes Jahr werden ca. 650.000 solcher Augenoperationen durchgeführt.

Symptome des Grauen Stars

Das Hauptsymptom für Grauen Star ist ein langsamer, schmerzloser Verlust der Sehschärfe, vor allem wenn sich die beginnende Trübung in zentralen Bereichen der Linse befindet.

Im Zuge dessen kommt es zu verschiedenen Sichteinschränkungen, wie beispielsweise Unschärfe und Verschwommenheit, Kontrastarmut, weniger farbiges Sehen und eine zunehmende Blendungsempfindlichkeit, da es durch die Linsentrübung zu einer diffusen Lichtbrechung kommt.

Zusätzlich kann es zu monokularen Doppelbildern kommen und die Hell-Dunkel-Adaption des Auges ist verlangsamt. Auch das räumliche Sehen kann durch den vorschreitenden Grauen Star beeinträchtigt sein.

Rein optisch erkennen Sie den Grauen Star in einem fortgeschrittenen Stadium an der grauen Trübung hinter der Pupille. Sobald das letzte Stadium erreicht ist, ist die gesamte Linse betroffen und das Auge erblindet.

Ursachen für den Grauen Star

Der Graue Star hat viele „Gesichter“, aber häufig ist die genaue Ursache unbekannt. Zwar tritt der Graue Star in der Regel erst in einem Alter ab 60 Jahren auf, kann sich aber auch schon in frühen Jahren entwickeln. Warum genau es zu einem Altersstar kommt, ist noch unklar.

Neben der erblichen Veranlagung gibt es verschiedene Risikofaktoren, wie zum Beispiel Diabetes, UV-Strahlung, Reaktionen auf Medikamente wie Cortison, Rauchen, Drogen und Traumata. Selbst Starkstromeinwirkung, Blitzschlag und Infrarot-Strahlung können einen grauen Star verursachen.

Aber auch Neugeborene können schon früh Grauen Star bekommen. Eine der Ursachen hierfür ist eine Rötelerkrankung während der Schwangerschaft oder eine Neurodermitis bei dem Baby oder Kleinkind.

Übrigens haben Menschen mit einer starken Kurzsichtigkeit ein erhöhtes Risiko für verschiedene Augenprobleme und unter anderem kann sich relativ frühzeitig ein Grauer Star bilden.

Folgende Tipps helfen Ihnen den Scharfblick zu bewahren

Um gewisse Risikofaktoren zu reduzieren, sollten Sie folgende Vorbeuge-Tipps beherzigen. Ihr Augenlicht und das Ihrer Kinder werden es Ihnen danken.

Ähnlich wie bei der Haut beim Sonnenbaden gilt auch bei den Augen: Lichtschutz ist das A & O. Gehen Sie nie ohne Brille mit UV-Schutz in die Sonne. Vor allem bei Aufenthalten in Extremlagen (Berge, Gletscher, auf dem Meer) ist eine der Situation entsprechende Sonnenbrille unumgänglich.

Rauchen und Alkoholkonsum wirkt sich nicht nur negativ auf die Faltenbildung der Haut und die Alterung Ihrer inneren Organe aus, sondern beeinflusst auch Ihr Sehvermögen dauerhaft negativ. Daher sollten Sie darauf achten, stets gesund zu leben, aufs Rauchen zu verzichten und sich beim Alkohol zurückzuhalten.

Bei einer geplanten Schwangerschaft sollte man vorher auf jeden Fall den Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen, um Infektionskrankheiten, die beim Kind zu einer Schädigung der Augen führen könnte, zu vermeiden.

Da die Augen aber auch schmerzlos und zunächst ohne Sehstörung erkranken können, sollten Sie regelmäßig zur Kontrolle zu einem Augenarzt gehen. Hier empfiehlt es sich, ab einem Alter von 40 Jahren etwa alle zwei Jahre zur Früherkennung wichtiger Augenkrankheiten den Augenarzt aufzusuchen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Grauen Star und den Ursachen haben, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

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