Grüne Smoothies für Einsteiger

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Smoothies sollten inzwischen den meisten Menschen bekannt sein. Es handelt sich um ein aus zerkleinertem Obst hergestellter Fruchtsaft, bei dem die Zutaten nicht aus der Saftpresse, sondern zerkleinert aus einem Standmixer kommen. Hierbei wird in der Regel das komplette Obst (in manchen Fällen mit Ausnahme des Kerns oder der Schale) verarbeitet, womit alle Nährstoffe enthalten bleiben sollen.

Seit ein paar Jahren geht der Trend zu sogenannten „Grünen Smoothies“. Hierbei handelt es sich um einen besonderen Smoothie, der sich vom klassischen Smoothie vor allem darin unterscheidet, dass er neben dem Obst auch Gemüse und Wasser enthält.

Genau genommen handelt es sich hauptsächlich um grünes Blattgemüse, das dafür sorgt, dass der Nährwert erhöht wird und der Smoothie eine grünliche Färbung bekommt. Verantwortlich hierfür ist der hohe Anteil an Chlorophyll, das unter anderem die Wundheilung fördert, das Immunsystem aktiviert, Gifte ausschwemmt, den Darm reinigt, gegen Entzündungen hilft und geruchsneutralisierend (Mundgeruch und Körpergeruch) wirkt.

Zusätzlich enthält grünes Blattgemüse einen nicht unerheblichen Anteil an Aminosäuren, Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien und wichtigen Antioxidantien. Die enthaltenen Bitterstoffe können außerdem beim Abnehmen helfen: Sie dämpfen den Heißhunger auf Süßes und unterstützen vor allem die Fettverdauung.

Grundlegendes zum grünen Smoothie

Eine Faustregel besagt, dass man eine Hälfte Blattgemüse mit einer Hälfte Obst mixen und noch etwas Wasser hinzugeben soll. Als Blattgemüse eignen sich zum Beispiel Salat, Lauch, Kohl, Spinat oder auch viele Kräuter, wie Löwenzahn, Brennnessel, Petersilie, Basilikum, Gänseblümchen oder Sauerampfer. Prinzipiell kann man eigentlich alles verwenden, was bekömmlich und grün ist.

Auf Grund der hohen Nährstoffdichte der Blätter kann der Smoothie schnell etwas zu bitter werden, gerade wenn man die ersten Male zum grünen Smoothie greift. Dieser Bittergeschmack lässt sich aber anfänglich durch die Zugabe von entsprechendem Obst, Honig, Agavendicksaft oder Joghurt mildern.

Der Clou mit dem Mixer

Bei der Zubereitung eines grünen Smoothies ist es fast zwingend erforderlich einen Standmixer mit ordentlicher Drehzahl zu besitzen. Mit einem herkömmlichen Stabmixer lässt sich das Blattgemüse leider nicht genügend zerkleinern und die Konsistenz ist immer noch zu faserig.

Außerdem wird durch das Zerkleinern in einem guten Mixer die Zellstruktur des Blattgrüns aufgebrochen und nur so kommt unser Körper an die guten Sachen, die beim unzulänglichen Kauen nicht geknackt werden und für unseren Organismus dann verloren sind. Zusätzlich zerkleinert ein Mixer die wertvollen Inhaltsstoffe viel besser, sodass das Grünzeug für unseren Magen besser verdaulich ist.

Weitere wichtige Informationen über grüne Smoothies

Komplett auf den Obstanteil zu verzichten, ist für Neulinge allein schon aus Geschmacksgründen keine gute Idee, stattdessen sollte man nach und nach den Obstanteil reduzieren. Grundsätzlich gilt außerdem: Lieber weniger Zutaten pro Smoothie verwenden, das entlastet den Darm.

Neben Salat, Kräutern und Blattgemüse können Sie auch die nährstoffreichen Blätter von Wurzelgemüse verwenden, da diese in der Regel wesentlich nährstoffreicher sind als das Gemüse selbst. Rote-Bete-Blätter liefern zum Beispiel dreimal mehr Magnesium, neunmal mehr Kalzium, sechsmal mehr Vitamin C und 40-mal mehr Vitamin E als die Knolle selbst.

Bei der Zubereitung eines Smoothies bedarf es keines zusätzlichen Öls, da in den Blättern und Kernen genügend Fette stecken, die unserem Körper die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine ermöglichen. Durch weitere Zutaten können zusätzliche Wirkungen erzielt werden: Avocado sorgt für eine zarte Haut, Gurke hilft bei der Entwässerung und Paprika stärkt Ihre Abwehrkräfte.

Genauso gibt es übrigens auch Zutaten, auf die man lieber verzichten sollte. So gehört alles was unter der Erde wächst, wie zum Beispiel Karotten, Pastinaken oder rote Beete nicht in einen grünen Smoothie. Das Wurzelgemüse enthält Stärke (langkettige Kohlenhydrate) und braucht daher länger für die Verdauung. Zudem kann es beim gemeinsamen Verzehr von leicht verdaulichem Obst schnell zu unliebsamen Blähungen kommen.

Auch wenn Spinat übrigens als perfekte Zutat für Einsteiger gilt, sollten Sie bei ausgewachsenen Spinatblättern aufpassen, da diese einen hohen Anteil an Oxalsäure besitzen und sich diese bei langfristigem, übermäßigem Konsum negativ auf die Nieren auswirken kann. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung von Babyspinat, der wesentlich weniger Oxalsäure besitzt.

Zwei Einsteiger-Rezepte für einen grünen Smoothie

Der Klassiker

Zutaten:

  • 2 Handvoll Babyspinat
  • 1 großer süßer Apfel
  • 1 Banane
  • ½ weiche Avocado
  • 1/8 ungeschälte Biozitrone
  • Wasser nach Geschmack

Wildkräuter Drink

Zutaten:

  • 1 Handvoll gemischte Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, roter Klee)
  • ½ Kopfsalat (oder 1 Romana Salatherz)
  • 1 Mango
  • 1 Banane
  • Der Saft einer Limette
  • Wasser nach Geschmack

Bei beiden Smoothies werden zunächst alle Zutaten bis auf das Wasser in einen Standmixer gegeben und gründlich miteinander vermischt, bis eine einheitliche sämige Masse entsteht. Anschließend geben Sie nach und nach soviel Wasser hinzu, wie Sie möchten.

TIPP: Weitere leckere und spannende Rezepte sowie zahlreiche Informationen zu grünen Smoothies finden Sie zum Beispiel im Internet unter www.gruenesmoothies.de. Ansonsten empfiehlt sich als Einstiegshilfe auch das beim GU Verlag erschienene Buch „Grüne Smoothies“ von Dr. med. Christian Guth.

Sollten Sie noch weitere Fragen, Anregungen oder leckere Rezepte haben, dann hinterlassen Sie uns doch einfach einen Kommentar unter dem Artikel.

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