Inkontinenz bei Rollstuhlfahrern

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Häufig sind gerade bettlägerige oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen zusätzlich von einer Inkontinenz betroffen. Welche Hilfsmittel und Inkontinenzprodukte vor allem für Rollstuhlfahrer geeignet sind, möchten wir Ihnen heute näher vorstellen.

Zunächst einmal ist vor allem die Form und der Grad der Inkontinenz ausschlaggebend für die Wahl der entsprechenden Hilfsmittel, aber auch das Gefühl der Sicherheit und ob das Hilfsmittel praktisch ist oder nicht, spielen eine große Rolle.

Kathetersets für Rollstuhlfahrer

Gerade Kathetersets bieten oftmals die beste Lösung für Rollstuhlfahrer, da hier nur eine bedingte Mobilität erforderlich ist.

Einmalkatheter zur Selbstkatheterisierung setzen allerdings eine gewisse Erfahrung im Umgang voraus und man braucht zwingend Zugang zu einer behindertengerechten und vor allem barrierefreien Toilette, sodass die Blase durch den Schlauch entleert werden kann. Alternativ bietet sich auch ein Einmalkatheter mit integriertem Auffangbeutel an.

Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich eine einwandfreie Kontrolle über die Blasenfunktion. Aber auch für Rollstuhlfahrer mit starker Bewegungseinschränkung und keiner ausreichenden Blasenkontrolle gibt es verschiedene Lösungen.

Dauerkatheter mit einem geschlossenen Beutelsystem sind eine gute Alternative für Rollstuhlfahrer, da sie nicht nach jedem Wasserlassen geleert werden müssen und keine Kontrolle über die Blasenfunktion voraussetzen. Der verwendete Beinbeutel kann diskret unter der Hose getragen werden, ist praktisch in seiner Anwendung und unterstützt zusätzlich die Mobilität.

Ein Dauerkatheter kommt vor allem bei Lähmungen und bei vollständigem Kontrollverlust über die Blasenfunktion zum Einsatz. Sollten Sie mit den verschiedenen Kathetersystemen noch keine Erfahrungen haben, lassen Sie sich auf jeden Fall durch Ihren behandelnden Arzt beraten. Detaillierte Informationen über ableitende Inkontinenzprodukte finden Sie ansonsten hier.

Windelhosen als Alternative

Alternativ zum Katheter gibt es Windelhosen mit Verschluss und Windelhosen mit Gürtellösung. Diese kann man offen in den Rollstuhl legen, der Betroffene setzt sich drauf und geschlossen wird die Windelhose ganz einfach mit einem Klebe-, einem Klettstreifen oder einer Gürtellösung, die die Windel auch noch perfekt an der Taille hält.

Der Vorteil von den Windelhosen mit Gürtel liegt darin, dass die Windel beim An- und Ablegen mit dem Gürtel an der Taille fixiert wird und somit eine bessere selbstständige Handhabung ermöglicht. Die Windeln mit Klebeverschluss hingegen lassen sich besonders gut von den Pflegenden handhaben und sich natürlich individuell an die verschiedensten Körperproportionen anpassen.

Beide Windeltypen bieten übrigens zuverlässigen Schutz, auch bei schwerster Inkontinenz oder Doppelinkontinenz. Fast alle Windelhosen weisen inzwischen eine textilähnliche Oberfläche zur Erhöhung des Tragekomforts auf und minimieren somit zusätzlich das Risiko einer Hautreizung.

Sitzauflagen zur Sicherheit

Abseits der Windelhosen oder der ableitenden Inkontinenzprodukte empfiehlt es sich, praktische Inkontinenz-Sitzauflagen für den Rollstuhl zu verwenden. Diese unterscheiden sich rein optisch kaum von herkömmlichen Stuhlauflagen und bieten zusätzlich erstklassigen Saugschutz. Außerdem geben die Auflagen den Betroffenen häufig ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit, sodass sie ohne Bedenken am Leben teilnehmen können.

Sollten Sie weitere Fragen zu den verschiedenen Produkten haben, hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar oder melden Sie sich bei unserer kostenfreien Service-Nummer unter 0800/ 6288783.

 

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