Inkontinenz in jungen Jahren

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Bei Themen wie Blasenschwäche oder Inkontinenz denkt man unwillkürlich an ein Symptom, dass mit fortschreitendem Alter auftritt. Die Muskeln – vor allem rund um den Beckenboden – werden schwächer und eine volle Blase kann schnell zu einer großen Herausforderung werden.

Doch was Viele nicht wissen ist, dass auch zahlreiche junge Menschen an einer Inkontinenz leiden. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und nur temporär auftreten oder die Betroffenen ein Leben lang begleiten.

Die Gründe für Inkontinenz in jungen Jahren

Neben angeborenen Fehlfunktionen im Harnwegsapparat, können auch Übergewicht, Krankheiten, Unfälle oder die Folgen einer Operation zu einer geschwächten Blase oder totalen Inkontinenz führen.

Inkontinenz in der Schwangerschaft oder nach der Geburt

Viele Schwangere kennen das Problem vor allem zum Ende der Schwangerschaft hin, wenn das Kind auf die Blase drückt und ein spontanes Niesen, Lachen oder Treppen steigen oft mit ungewolltem Harnabgang einhergehen. Aber auch nach der Geburt können die Symptome noch anhalten oder sich in manchen Fällen sogar verschlimmern. Gründe dafür können die extreme Dehnung und Beanspruchung der Beckenbodenmuskulatur sowie ein Dammriss sein.

Um einer anhaltenden Inkontinenz vorbeugen oder temporär auftretende Beschwerden zu lindern, empfehlt sich gezielte Rückbildungsgymnastik nach der Schwangerschaft sowie regelmäßiges Beckenbodentraining. Entsprechende Übungen finden Sie auch in unseren Ratgeberbeiträgen.

Inkontinenz bei Kindern und Jugendlichen

Wenn Kinder ab einem Alter von 5 Jahren noch regelmäßig einnässen, spricht man in der Fachsprache von einer Enuresis. Häufig geschieht der Kontrollverlust über die Blase während der Nachtruhe und kann vielfältige Ursachen haben. Neben angeborenen Fehlfunktionen im Harnwegstrakt, können auch psychische Probleme oder Traumata eine Inkontinenz bei Kindern oder gar Jugendlichen auslösen.

Statistisch betrachtet leiden etwa 10% der 7-jährigen Jungen und Mädchen und etwa 1-2% Jugendliche an einer Enuresis. Dabei tritt das Problem häufiger bei Jungen, als bei Mädchen auf.

Inkontinenz nach einer Operation

Nach Operationen am Harnwegstrakt, vor allem an Blase oder an den umliegenden Muskeln, tritt häufig eine temporäre Inkontinenz auf. Diese gibt sich jedoch meist nach Abheilen der Operationswunden sowie einem anschließenden Training der strapazierten Muskeln wieder.

Nach größeren Eingriffen, wie beispielsweise nach einer Prostata-OP, können die Beschwerden auch anhaltend bleiben. Aber auch hier kann ein gezieltes Beckenboden- sowie Toilettentraining, bei dem regelmäßige Toilettengänge eingehalten werden müssen, eine Linderung der Beschwerden bringen.

Inkontinenz durch Übergewicht

Viele unterschätzen den Faktor Übergewicht in Bezug auf eine schwache Blase, dabei liegen die Gründe hier auf der Hand. Ein hohes Gewicht und somit ein zu hoher Fettanteil im Körper kann auf Blase und Harnleiter drücken und somit eine ständige Reizung der Füllrezeptoren der Blase verursachen oder den kontrollierten Harnabgang behindern.

Zudem birgt Übergewicht die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Diabetes, was sich wiederum negativ auf sämtliche Körperfunktionen auswirken kann.

Moderne Inkontinenzprodukte erleichtern den Alltag

Ob die Inkontinenz nun temporär oder anhaltend ist, heutzutage gibt es zahlreiches Inkontinenzmaterial, das den Alltag mit einer schwachen Blase deutlich erleichtert. Hochsaugfähige Materialien wie absorbierende Zellulosefasern oder feuchtigkeitsbindende Gele speichern Flüssigkeit sofort im Inneren und bieten dem Träger ein trockenes Hautgefühl und verhindern auftretende Gerüche.

Durch diese Hightech-Materialien können Inkontinenzeinlagen und Pants besonders dünn gefertigt werden und bieten daher höchste Diskretion beim Tragen. Somit merkt auch Ihre Umwelt nichts von Ihrer Inkontinenz und Sie können weiterhin Ihren normalen Alltags- und Freizeitaktivitäten nachgehen.

Inkontinenz in jungen Jahren als Tabuthema

Grundsätzlich redet niemand, unabhängig von Alter und Geschlecht, gern über Inkontinenzbeschwerden. Allerdings ist es in jedem Fall ratsam, sich zumindest seinem Arzt anzuvertrauen, um die Gründe für eine Blasenschwäche zu ermitteln. Aus Scham riskieren viele Betroffene das Unentdeckt-Bleiben schwerwiegender Krankheiten und verhindern somit eine mögliche Heilung oder Linderung der Beschwerden.

Zudem können spezielle Inkontinenzprodukte vom Arzt verschrieben werden, was Ihnen hohe Kosten erspart und Ihnen eine bestmögliche Versorgung gewährleistet.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Inkontinenz oder zu den entsprechenden Produkten haben, können Sie uns jederzeit einen Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen oder sich an unsere kostenfreie Service-Nummer 0800/ 6288783 wenden. Wir beraten Sie gern!

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