Kaffee – Genuss oder Gift?

Kaffee

Kaffee gehört zu den beliebtesten nichtalkoholischen Getränken in Deutschland. Durchschnittlich 150 Liter der braunschwarzen Flüssigkeit trinkt ein Deutscher im Jahr. Aber ist Kaffee nun so schädlich, wie es bisher angenommen wurde oder ist er sogar gesund?

Wir möchten Ihnen heute zwölf gute Gründe nennen, warum Sie ruhig mal öfter eine Tasse Kaffee genießen sollten.

1. Kaffee wirkt nicht dehydrierend

Die Annahme, dass Kaffee dem Körper übermäßig Flüssigkeit entzieht, ist so nicht richtig. Zwar gehört Kaffee zu den Diuretika und Koffein wirkt kurzfristig harntreibend, sodass Menschen mit einer Blasenschwäche vorsichtig sein sollten, aber normalerweise beeinflusst regelmäßiger und gleichmäßiger Konsum von Kaffee den Flüssigkeitshaushalt allein durch die mit dem Kaffee zugeführte Wassermenge.

Dies bedeutet, dass das Koffein kurzfristig harntreibend wirkt, sich der Körper aber bei regelmäßigen Kaffeetrinkern an die Koffeinzufuhr gewöhnt und der Kaffee dann getrost zur Flüssigkeitsbilanz dazugezählt werden kann.

2. Koffein erhöht die Konzentrationsfähigkeit

Gerade bei Müdigkeit verbessert der Griff zur Kaffeetasse die Reaktionszeit, die Aufmerksamkeit und das logische Denken. Dies liegt daran, dass schon geringe Dosen von Koffein stimulierend wirken und für eine erhöhte Konzentrations- und Speicherfähigkeit im Gehirn sorgen.

Unter anderem wurde in einer britischen Studie festgestellt, dass vor allem Frauen nach einer Tasse Cappuccino, Kaffee und Co. bis zu sechsmal so konzentriert und leistungsfähig sind wie vor der Koffeinspritze.

3. Kaffee macht schön und schlank

Da Koffein nachweislich den Stoffwechsel anregt, werden aufgenommene Kalorien schneller verbraucht. Dementsprechend kann der klassische Espresso nach den Mahlzeiten durchaus förderlich für eine Diät sein.

Übrigens enthält die ungeröstete Kaffeebohne ein wertvolles Vitamin namens Niacin: Dieses unterstützt die Regeneration und Feuchtigkeitsbildung der Haut und sorgt so für einen frischen Teint.

4. Kaffee senkt das Stresslevel und macht glücklich

Laut einer Studie der Seoul National University kann Kaffee durchaus auch entspannend wirken. Die Forscher hielten Ratten unnatürlich lange wach und setzten später einen Teil von ihnen intensivem Kaffeearoma aus. Allein der Duft führte bei den übermüdeten Tieren zu Veränderungen der Gehirnproteine. Diese speziellen Eiweißstoffe bewahren die Hirnzellen vor Stress-Schäden.

Zusätzlich fanden Wissenschaftler der „Harvard School of Public Health“ heraus, dass schon der Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag förderlich sei für die körpereigene Produktion der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Da diese bekanntlich die Stimmung heben, liegt die Depressionsgefahr bei Kaffeekonsumenten niedriger als bei den völligen Kaffeeverweigerern.

5. Kaffee hilft gegen Parkinson

Da Koffein die Konzentration des Botenstoffes Dopamin an bestimmten Nervenzellen in unserem Gehirn stabilisiert, verringert sich bei Kaffeetrinkern das Risiko, an Parkinson zu erkranken.

Laut einer weiteren wissenschaftlichen Studie wird sogar davon ausgegangen, dass selbst die Symptome von Parkinson-Patienten, wie Zittern und Muskelstarre, durch Kaffeekonsum verbessert werden können.

6. Kaffee ist gut für die Leber

Nachdem über einen Zeitraum von 22 Jahren die Lebergesundheit von 125.000 Studienteilnehmern beobachtet wurde, kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Kaffeekonsum das Risiko einer Alkoholzirrhose auf ein Fünftel reduzieren kann. Außerdem soll der Konsum von Kaffee einer Fettleber vorbeugen können.

7. Kaffee senkt das Krebs-Risiko

Kaffee enthält nachweislich eine ganze Reihe an sekundären Pflanzenstoffen und zahlreiche Antioxidantien, die den freien Radikalen (Ursache vieler Gesundheitsbeschwerden und Auslöser für Tumore) an den Kragen gehen.

Unter anderem soll Kaffeekonsum Blasen-, Nieren-, Darm-, Brust und Leberkrebs vorbeugen. Zudem soll der Konsum von drei bis fünf Tassen Kaffee pro Tag das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, bei Frauen um 20% und bei Männern um 13% minimieren.

8. Kaffee beugt Diabetes vor

Laut dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung erkranken Kaffeetrinker weniger oft am Diabetes Typ 2. Ursache hierfür ist vermutlich der Inhaltsstoff Chlorogensäure, der in großen Mengen im Kaffee enthalten ist.

Chlorogensäure ist ein bekanntes Polyphenol, das zu den Antioxidantien zählt. Verschiedene Studien legen nahe, dass der Wirkstoff den Blutzuckerspiegel reguliert und sich somit positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel auswirkt.

10. Kaffee ist gut fürs Gehirn

Ähnlich wie bei Parkinson, führt die Stabilisierung der Konzentration des Botenstoffes Dopamin dazu, dass Kaffeetrinker seltener an Alzheimer erkranken. Zwar sei es, laut Aussagen von Forschern der University of South Florida, nach dem 65. Geburtstag zu spät, um mit den Vorbeugungsmaßnahmen anzufangen, aber der Ausbruch der Krankheit lasse sich auch dann noch durch regelmäßigen Kaffeekonsum deutlich hinauszögern.

11. Kaffeekonsum führt nicht zu dauerhaftem Bluthochdruck

Kaffee hat durchaus Einfluss auf den Blutdruck – allerdings nur vorübergehend und nicht dauerhaft! Ursache ist das im Kaffee enthaltene Koffein, das jedoch nur einen kurzzeitigen und vorübergehenden Anstieg des Blutdrucks bewirkt.

Bei regelmäßigen Kaffeetrinkern gewöhnt sich der Körper an den Koffeinkonsum und bereitet normalerweise keine Schwierigkeiten. Allerdings sollten Konsumenten, die generell unter hohem Blutdruck leiden, vorsichtig sein und vorzugsweise die koffeinfreie Kaffee-Variante wählen.

12. Kaffee – nichts für empfindliche Mägen?

Auch wenn einige Menschen nach dem Konsum von Kaffee über Sodbrennen sowie Magen- und Darmbeschwerden klagen, ist die Ursache dafür nicht der Kaffee selbst, sondern die Art und Weise, wie er geröstet wird.

Wenn Sie also eher der magenempfindliche Typ sind, sollten Sie beim Kauf von Kaffee immer auf das vom Hersteller angewendete Röstverfahren achten. Zu empfehlen sind Kaffees, die bei ca. 200°C für ca. 15-20 Minuten schonend im Trommelröstverfahren geröstet werden.

Wie viel Kaffee sollte man denn nun trinken?

Wenn man nicht gerade zu den magenempfindlichen Menschen, zu Menschen mit hohem Blutdruck oder zu Menschen mit einer Blasenschwäche gehört, kann man laut Expertenaussagen bedenkenlos vier Tassen Kaffee pro Tag konsumieren.

Allerdings sollten Sie beim Kauf von Kaffee auf die Qualität achten und auch beim Konsum gilt, je nach Zubereitungsart des Kaffees variiert der Koffeingehalt. Eine zu hohe Dosis kann zu Kaliummangel führen und das wiederum kann Muskelprobleme, Erschöpfung und Kopfschmerzen auslösen.

Soll sich Kaffee positiv auf Ihre Gesundheit auswirken, bedarf es mehr als nur einer Tasse am Tag, aber sollten Sie mehr als fünf Tassen pro Tag konsumieren, schlägt die Wirkung in die negative Richtung um. Also gilt auch hier, wie bei so vielen Genussmitteln, die Dosis macht das Gift.

Bei den ganzen positiven Gründen für den Konsum werden wir uns jetzt erstmal einen Kaffee genehmigen und sollten Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

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