Kurkuma – natürliches Heilmittel gegen Krebs?

Kurkuma

Kurkuma, auch indischer Safran oder Gelbwurz genannt, hat nicht nur eine intensiv leuchtende Farbe und ist Hauptbestandteil von Currymischungen, sondern gilt in neueren Studien auch als heilende Kraft bei Krebserkrankungen und soll sogar die Tumorbildung verhindern.

Schon seit tausenden von Jahren gilt Kurkuma in der indischen und chinesischen Medizin als Naturheilmittel und ist fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Es dient hier als Allheilmittel gegen Rheuma, Entzündungen oder Hautkrankheiten, während es in der westlichen Medizin bis vor ein paar Jahren vor allem wegen seiner anregenden Wirkung auf die Ausschüttung von Gallensäure (verdauungsfördernd) gelobt wurde.

Was genau ist Kurkuma oder Gelbwurz?

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist in zahlreichen Arten vertreten. Am meisten verbreitet ist die indische Gelbwurz, aber als medizinisch noch wertvoller gilt die javanische Gelbwurz aus Indonesien. Alle Gelbwurzpflanzen treiben schmale, bis zu 60cm lange Blätter und das Fleisch des weitverzweigten Wurzelstocks ist leuchtend gelb. Dieser Wurzelstock ist der Teil der Pflanze, der auf Grund seiner Inhaltsstoffe sowohl in der Küche, als auch in der Medizin Verwendung findet. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Gelbwurzes sind die ätherischen Öle und die Farb- und Scharfstoffe.

Für medizinische Zwecke wird der geschälte Wurzelstock verwendet. Während er im asiatischen Raum auch oft frisch verwendet wird, bekommt man in hier fast ausschließlich getrocknet und zu feinem Pulver gemahlen.

Anwendungsgebiete von Kurkuma

In der altindischen Heilkunst Ayurveda und der traditionellen chinesischen Medizin gilt Kurkuma als „heißes“ energiespendendes Mittel. Es regt den Fluss der Lebensenergie Qi an, löst Blutstauungen, beruhigt Nerven und Geist und regt den Gallenfluss an.

Zusätzlich wird es in der indonesischen Volksmedizin hauptsächlich zur Stärkung der Immunabwehr und bei Atemweginfektionen eingesetzt. Die meisten dieser Wirkungen wurden auch von der westlichen Pflanzenheilkunde bestätigt und um westliche Erkenntnisse erweitert. So wirkt es unter anderem auch sekretionsfördernd für Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse, leberstärkend und entzündungshemmend. Außerdem soll es auch die Blutfettwerte senken.

Zwar wurden keine oder nur geringe Nebenwirkungen festgestellt, aber es kann bei längerem Gebrauch zu einer verstärkten Blutungsneigung kommen. Daher darf Gelbwurz nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit eingenommen werden. Bei einem Verschluss der Gallenwege ist die Einnahme von Gelbwurz ebenfalls verboten. Bei Gallensteinleiden dürfen Sie die gelbe Wurzel nur in Absprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Kurkuma gegen Krebs?

In den letzten Jahren gab es verschiedene Studien, ob Kurkuma positiv in der Krebstherapie eingesetzt werden kann. So entdeckte der Wissenschaftler der University of Texas B. Aggarwal, dass Brust- und Prostatakrebs in Indien viel seltener vorkommen als in den USA oder Deutschland. Einer der Gründe hierfür sei, dass in Indien Currygerichte – und damit Curcumin – fast täglich in größerer Menge verzehrt wird.

Curcumin, der gelbe Farbstoff der Kurkuma, besitzt eine nachweislich deutlich entzündungshemmende Wirkung. Durch Curcumin wird die Zellmembran gefestigt und dadurch erhöht sich die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und verstärkt so den natürlichen Zellschutz. Aber es werden nicht nur gesunde Zellen stabilisiert, sondern Krebszellen werden geschwächt und durchlässiger gemacht, sodass sie empfänglicher für Chemo- und Strahlentherapie werden.

In den letzten zehn Jahren soll man zudem beobachtet haben, dass Kurkuma das Fortschreiten von HIV-Infektionen bremst.

Für alle, die Curry-Mischungen (hierin ist Kurkuma enthalten) nicht mögen: Die Heilpflanze ist auch als Extrakt in Kapselform oder als Tropfen in der Apotheke erhältlich.

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.