Lavendel für Körper und Seele

Lavendel für Körper und Seele

Schon in der Antike war die beruhigende und heilende Wirkung des Lavendels bekannt. Er wurde häufig als Zusatz für Bäder und Waschungen benutzt und erhielt daher auch seinen Namen (im Lateinischen heißt „lavare“ waschen). Noch heute wird Lavendel in verschiedenen Formen als Heilmittel verwendet und wurde 2008 sogar als Heilpflanze des Jahres ausgezeichnet.

Herkunft und Verbreitung

Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler und kommt in verschiedenen Sorten vor. Der sogenannte „echte Lavendel“ kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wächst auch heute noch vorrangig in Spanien und Frankreich wild.

Allerdings wird auch in Südfrankreich vorrangig die Sorte „Lavandin“ angebaut, welche eine Hybride aus dem „echten Lavendel“ und dem Speiklavendel, einer breiteren und krautigeren Sorte ist. Lavandin wird hauptsächlich in der Kosmetikindustrie genutzt und nicht für medizinische Zwecke. Als Heilmittel wird immer noch der „echte Lavendel“ verwendet , da dieser die größte medizinische Wirkung aufweist.

Zwar ist Lavendel inzwischen robust, winterfest und wächst daher auch in kälteren Gefilden, wie bei uns, trotzdem wird immer noch ein Großteil des getrockneten Lavendels aus Südfrankreich importiert.
Übrigens: Je kälter das Klima, desto weniger geruchsintensiv ist der Lavendel.

Wie ja bereits erwähnt, überzeugt Lavendel nicht nur durch seine tolle violette Optik und seinem intensiven Geruch, sondern gilt auch als kleines Wunderkraut gegen vielerlei Unbehagen.

Dies gilt nicht nur in Kreisen der alternativen Heilmedizin, denn selbst die sogenannte Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamtes hat den Lavendel offiziell als pflanzliches Heilmittel gegen erschöpfungsbedingte Kreislaufschwäche sowie Unruhezustände und Einschlafstörungen anerkannt.

Anwendungsformen und -gebiete

Von der Lavendelpflanze werden lediglich die Blüten zu medizinischen Zwecken verwendet. Sie werden entweder sofort nach der Ernte ab Ende Juli getrocknet oder zu Öl verarbeitet. Wobei gerade das intensiv duftende ätherische Öl, als wichtigster medizinischer Inhaltsstoff der Heilpflanze gilt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Lavendels sind:

• ätherische Öle, wie Linalylacetat (bis 60 %), Linalool (bis 35 %), Campfer, Cineol, Citronella, Cumarin und
Geraniol
• Bitterstoffe
• Flavonoide

Lavendel kann auf verschiedene Art und Weise angewendet werden und wirkt nicht nur beruhigend, sondern auch entkrampfend, schmerzstillend, blutdruckregulierend und schlaffördernd.

Während die getrockneten Blüten für innerliche Anwendungen zu einem Tee oder einer Tinktur verarbeitet werden, dient für äußerliche Anwendungen und Wickel das extrem gehaltreiche Lavendelöl. Dieses wird häufig auch als Duft- bzw. Badeöl für eine beruhigende Aromatherapie verwendet. Auch wenn Lavendel keinerlei Nebenwirkungen zugeschrieben werden, sollten Sie das reine Lavendelöl niemals unverdünnt anwenden, sondern immer im Verhältnis 1:9 mit einem neutralen Öl, wie zum Beispiel Mandelöl oder Sesamöl, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Lavendel kann bei folgenden Leiden helfen:

• Kreislaufschwäche und Durchblutungsstörungen
• schmerzhafte Muskelverspannungen
• Gelenkschmerzen inkl. Rheuma
• Kopfschmerzen und Migräne
• Nervenschmerzen (Neuralgien)
• nervöse Magen- und Darmbeschwerden, z. B. Blähungen
• nervöse Unruhe
• Erschöpfungsdepression
• Schlafstörungen

Gerade bei Erschöpfung empfiehlt sich ein wohltuendes Lavendelbad, um sowohl körperlichen Verspannungen und Gelenkschmerzen Linderung zu verschaffen und durch die Dämpfe zusätzlich die Nerven zu beruhigen und zu entspannen. Hierfür reicht es meistens einfach einige Tropfen ätherisches Öl ins Badewasser zu geben. Ein tolles Badeöl mit Lavendel finden Sie zum Beispiel im seresco.de Online Shop.

Ein wichtiger Hinweis noch zum Schluss: Sollten Sie eine akute Entzündung der Gallenblase oder Gallensteine haben, dann dürfen Sie Lavendel nicht einnehmen, da dieser durch die Förderung des Gallenflusses die Beschwerden verschlimmert.

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