Mythos: Knoblauch ist gut fürs Herz

Mythos: Knoblauch ist gut fürs Herz

Einem alten Aberglauben nach, soll Knoblauch der Abwehr von Vampiren dienen. Zwar lässt sich dieser Aberglaube schnell in der Welt der Fabeln und Fantasie verankern, aber trotzdem attestiert die moderne Wissenschaft Knoblauch eine gewisse Schutzfunktion – zwar nicht vor Vampiren, aber vor Angriffen auf die Gesundheit.

Knoblauch soll Bakterien bekämpfen, Tumorzellen hemmen und Herz-Kreislauferkrankungen verhindern. Was genau an diesen Behauptungen dran ist und wobei Knoblauch helfen kann, werden wir heute näher beleuchten.

Gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Knoblauch

Schon im alten Ägypten wurde Knoblauch als Heilmittel verwendet und auch heute kann es in vielen Bereichen als Prophylaktikum und Heilmittel für viele Erkrankungen eingesetzt werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung beruht vor allem auf den zahlreich enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen, wie beispielsweise Vitamin A, B und C, sowie Kalium und Selen.

Zusätzlich kann Knoblauch mit einer Reihe wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe, wie Polyphenolen, Sulfiden und Adenosin, ein Baustein für den Zellstoffwechsel, aufwarten.

Wirkung oft überschätzt

Da die Verzehrmengen von Knoblauch allerdings meistens relativ gering ausfallen, wirken sich nicht alle gesundheitsfördernden Bestandteile gleichermaßen auf die Gesundheit aus. Dies gilt vor allem für die im Knoblauch enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe. So müsste man beispielsweise täglich ca. 800g rohen Knoblauch verspeisen, um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken.

Punkten kann der Knoblauch vor allem in Sachen sekundäre Pflanzenstoffe und hier im Speziellen mit den Sulfiden. Diese schwefelhaften Verbindungen sind auch in Zwiebeln und Lauch enthalten und wirken antimikrobiell und entzündungshemmend. Dadurch könnten sie unter anderem Infektionskrankheiten wie Erkältungen vorbeugen oder bei ihrer Bekämpfung helfen.

Positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Zudem senkt Knoblauch nachweislich den Cholesterol-und Triglyceridspiegel im Blut, genau genommen also die Blutfettwerte. Das bedeutet konkret, dass der regelmäßige Verzehr von Knoblauch möglicherweise Arteriosklerose, den Gefäßverschluss durch Ablagerungen von Blutfetten oder -kalken, vorbeugen kann – und damit also auch Thrombosen, Schlaganfällen oder Herzinfarkten.

Zwar gibt es verschiedene positive Studien hierzu, aber endgültig geklärt ist die Frage nicht. Da aber Menschen aus den Mittelmeerländern, in denen traditionell viel Knoblauch gegessen wird, statistisch gesehen seltener an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, liegt die Vermutung zumindest nahe.

Gleichzeitig wird dieses positive Phänomen aber nicht nur dem Knoblauchkonsum zugeschrieben, sondern auch gerne dem hohen Konsum an Olivenöl.

Zusätzlich soll Knoblauch dank seiner antioxidativ wirkenden sekundären Pflanzenstoffe Zellschädigungen und das Entstehen von Tumorzellen hemmen können. Gerade in Bezug auf Magen- und Darmkrebs sei die positive Wirkung von Knoblauch so gut wie belegt.

Regelmäßiger Konsum wichtig

Egal um welche gesundheitsfördernde Wirkung es sich handelt, zunutze machen kann man sich diese nur, wenn Knoblauch regelmäßig – am besten jeden Tag eine mittlere Dosis von ca. 4g – konsumiert wird. Hinzukommt, dass er wenn möglich im rohen Zustand verzehrt werden sollte, und die sekundären Pflanzenstoffe werden erst durch Zerkleinern, wie Pressen oder Zerquetschen, aktiviert.

Unangenehmer Körpergeruch

Bei täglichem Konsum wird vor allem der unangenehme Geruch lästig. Zwar hilft für guten Atem das Kauen von Petersilie oder der Verzehr von Kardamom, Kaffeebohnen oder Ingwer, aber über kurz oder lang wird ein Großteil des Geruchs über die Hautporen ausgeschieden, sodass der lästige Geruch trotzdem entsteht.

Als einzig effektives Mittel haben sich bisher Chlorophyllkapseln aus der Apotheke bewährt, die den Geruch nachweisbar neutralisieren können.

Übrigens wäre der einheimische Bärlauch eine effizientere Alternative zum Knoblauch, da er vier Mal mehr Schwefelstoffe als sein asiatisches Pendant enthält. Und nach dem Verzehr riecht man auch deutlich weniger, da das Chlorophyll der Bärlauchblätter diesen Nebeneffekt einschränkt.

Fazit: Knoblauch hilft also wirklich bei bestimmten Krankheiten, aber die Patentlösung gegen den lästigen Körpergeruch gibt es leider immer noch nicht! Oder haben Sie einen Tipp für uns? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.