Natürlicher Mückenschutz

natuerlicher-mueckenschutz

Der Sommer ist da, doch mit ihm leider auch lästige Plagegeister wie Mücken, Zecken und andere stechende oder beißende Insekten. Da die kleinen Tierchen neben unschönen Hautirritationen und nervendem Juckreiz auch Krankheiten übertragen können, sollten Sie sich in jedem Fall ausreichend vor Stichen und Bissen schützen.

Neben der entsprechenden Kleidung eignen sich zum Schutz vor allem Mittel, die direkt auf die Haut aufgetragen werden und durch verschiedene Inhalts- und Duftstoffe dafür sorgen, dass uns die Plagegeister sprichwörtlich nicht riechen können. Denn Mücken orientieren sich bei Ihrer Nahrungssuche an verschiedenen Duftstoffen, die wir aussenden – wie zum Beispiel die Milchsäure im Schweiß oder Kohlendioxid im Atem.

Mückenschutz für die Haut

Der Handel bietet eine Vielzahl verschiedener Mückenschutzmittel (Repellentien) an, von denen die meisten jedoch  chemische Zusatzstoffe wie Diethyltoluamid (DEET) oder Icaridin enthalten. Diese Stoffe sind zwar effektiv bei der Abwehr von Mücken und Zecken, stehen jedoch im Verdacht, sich negativ auf das zentrale Nervensystem auszuwirken und Unverträglichkeiten auszulösen. Nicht ohne Grund wird davon abgeraten, Produkte mit diesen Inhaltsstoffen in der Schwangerschaft oder Stillzeit anzuwenden.

Doch Mückenschutz geht auch natürlich. Wie Sie Mückenschutz mit natürlichen Mitteln selbst herstellen können und welche Tipps zusätzlich gegen Mücken helfen, möchten wir Ihnen hier erläutern.

Wie geht Mückenschutz natürlicher?

Vorab möchten wir darauf hinweisen, dass wir die folgenden Schutzmittel gegen Mücken ausschließlich für den Gebrauch in unseren Breitengraden empfehlen. Immerhin ist die Gefahr der Übertragung gefährlicher Krankheiten hier geringer als beispielsweise in Tropengebieten. Sollten Sie eine Reise in gefährdete Malaria- oder Denguefieber-Gebiete planen, konsultieren Sie vorab unbedingt einen spezialisierten Tropenarzt oder die Impfberatung des Tropeninstituts.

Vorbeugung

Hier wie dort beginnt natürlicher Mückenschutz schon bei der Vorbeugung von Hautkontakt mit Mücken. Das heißt, tragen Sie vorzugsweise helle, lockere Kleidung und halten Sie vor allem in den Dämmerungs- und Abendstunden so viel Haut wie möglich bedeckt. Ein zusätzlicher Schutz für die Nacht sind Schutzgitter aus feinem Gazematerial für die Fenster oder Moskitonetze, die über das Bett gehängt werden können. Achten Sie beim Bettschutz darauf, sorgfältig alle Öffnungen abzudichten, wenn Sie ins Bett gehen. Schon eine einzige Mücke unter dem Netz reicht, um Ihnen die Nacht zu vermiesen.

Ein weiterer Tipp zur Vorbeugung einer Mückenplage ist es, die Fortpflanzung schon frühzeitig zu erschweren oder zu verhindern. Mückenlarven fühlen sich besonders wohl in stehenden Gewässern, also empfiehlt es sich Wasserbehälter wie Regentonnen, Vogeltränken oder Untersetzer für Töpfe regelmäßig zu leeren und zu reinigen. Wenn Sie einen Teich haben, sorgen Sie dafür, dass sich entsprechende Raubinsekten wie Libellenlarven oder Rückenschwimmer ansiedeln können.

Den Körpergeruch beeinflussen

Einige Menschen schwören sogar auf eine spezielle Ernährung, um den Körpergeruch zu beeinflussen und für Mücken unattraktiver zu machen. So soll beispielsweise Apfelessig oder eine besonders Vitamin B6-reiche Ernährung erfolgreich gegen Mücken wirken. Viel Vitamin B6 finden Sie zum Beispiel in Kartoffeln, Spinat, Bananen oder Sonnenblumenkernen. Einen Versuch ist es allemal wert.

Da vor allem die in Schweiß vorkommende Milchsäure eine besonders einladende Wirkung auf Mücken hat, sollten Sie wenn möglich duschen bevor Sie es sich draußen gemütlich machen. Verzichten Sie auf zu viele synthetische Duft- und Pflegeprodukte, da diese die Wirkung der sogenannten Repellentien beeinflussen und abschwächen können.

Empfehlenswert sind hingegen ätherische Öle, wenn Sie entweder in unmittelbarer Nähe oder auf der Haut verwendet werden. Auch Kräuter im Garten oder auf dem Balkon können dazu beitragen, dass die Mücken fern bleiben. Vor allem stark duftende Kräuter und Pflanzen wie Zitronengras, Pfefferminze, Rosmarin, Basilikum oder Lavendel eignen sich sehr gut zur Abschreckung von Mücken und anderen Insekten. Auch Gewürze wie Nelken und Zimt werden immer wieder als natürliche Mückenabwehr genannt.

Natürlichen Insektenschutz selber machen

Achten Sie bei ätherischen Ölen vor allem auf die Qualität des Produktes. Wählen Sie ausschließlich 100% reine Öle aus biologischer Erzeugung und tragen Sie diese niemals unverdünnt auf die Haut auf. Bis auf Lavendelöl sind ätherische Öle zu stark konzentriert und können Hautreizungen auslösen. Mischen Sie für ein Schutzmittel für die Haut die ätherischen Öle immer mit einem Basisöl wie zum Beispiel Jojoba-, Mandel-, Oliven- oder Neemöl. Besonders geeignet ist auch reines Kokosöl, da es lange auf der Haut bleibt, einen leichten Lichtschutz mitbringt, antibakteriell wirkt und wunderbar nach Sommer riecht.

Verwenden Sie etwa 15 Tropfen ätherische Öle auf 100ml Basisöl. Sie können dabei auch verschiedene Ätherische Öle miteinander mischen. Besonders geeignet sind auch hier Düfte wie Zimt, Rosmarin, Zeder, Minze, Lavendel oder der Klassiker im Mückenschutz Citronella. Führen Sie vor Gebrauch unbedingt einen Verträglichkeitstest an einer kleinen Hautstelle durch.

Die ätherischen Öle können natürlich auch in Form von Ölkerzen verwendet werden. Als zusätzlichen Schutz für die Nacht oder unterwegs beim Camping können Sie auch einige Tropfen des Öles auf ein Papiertaschentuch geben und am Fenster platzieren.

Erste Hilfe bei Mückenstichen

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Mückenstich gekommen sein, können Sie beispielsweise reines Lavendelöl oder frisch zerriebene Blätter der Zitronenmelisse auf den Stich tupfen. Ansonsten hilft – entgegen der weitverbreiteten Meinung – Hitze statt Kühlung, um den Juckreiz zu lindern und die Schwellung schneller abklingen zu lassen. Drücken Sie beispielsweise warmes Metall (z.B. ein Löffel, der in der Sonne lag) auf die Stelle oder drücken Sie ein Tuch mit warmem Wasser auf den Stich. Die Hitze sorgt für eine chemische Reaktion der Proteine im Mückengift, in dem es die Eiweißstrukturen zerstört und den Juckreiz somit lindert.

Achten Sie bei dem Tipp mit der Hitze natürlich darauf, dass Sie sich keine Verbrennungen zuziehen, denn diese werden höchstwahrscheinlich unangenehmer als ein juckender Mückenstich sein.

Sollten Sie weitere Tipps für einen natürlichen Mückenschutz haben, freuen wir uns über Ihre Kommentare! Ansonsten kommen Sie gut durch den Sommer!

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook2Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.