Olivenöl – nicht nur gut für den Salat

Olivenöl

Olivenöl ist wohl eines der am häufigsten verwendeten Öle in der Küche. Aber es eignet sich nicht nur hervorragend im Salat, zu Nudeln oder zum Einlegen von Antipasti, sondern besitzt nachweislich auch noch gesundheitsfördernde Stoffe. Welche das sind und was man sonst noch so über Olivenöl wissen sollte, möchten wir heute näher erörtern.

Der Ursprung des Olivenbaums

Der Olivenbaum kommt aus den östlichen Mittelmeerregionen und wurde schon ca. 4000 Jahre vor Chr. kultiviert. Zunächst wurde das daraus gewonnene Olivenöl als Brennmaterial für Lampen verwendet, aber schon einige Zeit später begannen die Ägypter, es als Heil- und Pflegemittel zu verwenden.

Heute gehört der Olivenbaum zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde und noch immer liegt das Hauptanbaugebiet im Mittelmeerraum. Die über 1.000 verschiedenen Olivenbaumsorten weisen eine ähnliche Geschmacksvielfalt wie Wein auf, welche durch verschiedenste Faktoren, wie Klima, Anbaugebiet, Bodenbeschaffenheit und Reifegrad beeinflusst wird.

Verarbeitung der Oliven

Der größte Teil der Oliven wird zu Olivenöl verarbeitet. Während die im grünen Zustand geernteten Oliven ein etwas leicht bitteres und geschmacksintensiveres Öl ergeben, wird aus vollreifen oder leicht überreifen Oliven ein eher mildes, süßliches Öl gewonnen.

Heutzutage gibt es nur noch eine Pressung, die bei Körpertemperatur oder kühler durchgeführt wird. Mit „Kaltgepresst“ oder „erste Kaltpressung“ dürfen nur noch Öle versehen werden, die mit einer maximalen Temperatur von 27°C gepresst wurden.

Bei dieser Pressung werden die Oliven zunächst zu einem Brei zermahlen, um dann mittels einer Presse ausgedrückt zu werden. Die dabei entstehende Flüssigkeit wird mittels einer Zentrifuge in Fruchtwasser und Olivenöl getrennt.

Die verschiedenen Güteklassen

In den europäischen Supermärkten wird zwischen drei Kategorien Olivenöl unterschieden. Die erste Güteklasse ist „Natives Olivenöl extra“ und wird ausschließlich mit mechanischen Verfahren direkt aus Oliven gewonnen. Zudem darf dieses Öl nur einen maximalen Ölsäuregehalt von 0,8% besitzen.

Die zweite Güteklasse ist das „native Olivenöl“, welches unter den gleichen Bedingungen gewonnen wird, aber bis zu 2% Ölsäure enthalten darf. Und die dritte und letzte Güteklasse ist normales Olivenöl, welches eine Mischung aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl ist.

Der Vorteil der dritten Güteklasse liegt übrigens klar in der Hitzebeständigkeit. Während die beiden anderen Öle nur bis 180°C erhitzt werden sollten, eignet sich das normale Olivenöl auch für eine Brattemperatur bis 210°C.

Olivenöl enthält „gesundes Fett“

Olivenöl besteht zu fast 80% aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Diese senken das unerwünschte LDL-Cholesterin und verbessern somit das Verhältnis zwischen dem schlechten Cholesterin LDL und dem guten HDL-Cholesterin. Das wiederum wirkt sich positiv auf unseren Fettstoffwechsel aus und vermindert das Risiko von Herzerkrankungen sowie die Gefahr von Diabetes.

Zusätzlich beinhaltet Olivenöl, ähnlich wie Wein, einen nicht unwesentlichen Teil an phenolischen Verbindungen, die als Antioxidantien schädliche Oxidationsprozesse (verursacht durch freie Radikale) bekämpfen und unter anderem das Krebsrisiko mindern.

Doch so gesund Olivenöl auch ist, es sollte dennoch nicht zusätzlich zur normalen Ernährung aufgenommen werden. Empfehlungen, wie täglich einen Esslöffel pures Olivenöl zu schlucken, ist nach Ansicht vieler Mediziner und Ernährungswissenschaftler Unsinn.

Wenn es um Fett geht, ist immer die Minimallösung gefragt, denn jedes Fett ist eine Kalorienbombe. Stattdessen sollte man Olivenöl im Austausch gegen andere Fette einzusetzen, beispielsweise als Bratfett, Salatöl oder in Form von spezieller Margarine.

Olivenöl für zarte und gesunde Haut

Schon die alten Ägypter verwendeten Olivenöl übrigens nicht nur als innerliches Heilmittel, sondern auch gegen allerlei äußerliche Hauterkrankungen. Und auch als Mittel der Schönheitspflege rangierte es gleich neben Eselsmilch.

Dank des hohen Gehalts an Vitamin E, den Antioxidantien und den ungesättigten Fettsäuren verzögert Olivenöl den Alterungsprozess der menschlichen Hautzellen und kann hervorragend äußerlich angewendet werden, wie zum Beispiel bei der Hautpflege für angegriffene und empfindliche Hände.

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