Passender Sonnenschutz für das ganze Jahr

Sonnenschutz das ganze Jahr

Die Sonne wird immer kräftiger und die Laune immer besser. Sonnenschein setzt Glückshormone frei und nimmt uns die Winterblässe, aber schon im Frühjahr besteht die Gefahr eines Sonnenbrands.

Die Schmerzen als direkte Folge von einem Sonnenbrand lassen sich in der Regel aushalten und klingen nach wenigen Tagen ab, aber mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Daher sollten Sie sich nicht erst im Hochsommer Gedanken über entsprechenden Sonnenschutz machen, sondern schon viel früher im Jahr.

Mit Hilfe ein paar einfacher Regeln und einer entsprechenden Sonnencreme, die zu Ihrem Hauttyp passt, kommen Sie mit heiler Haut durch den Sommer und können trotzdem die Sonne genießen.

Faktoren für Sonnenbrand

Das Sonnenbrand-Risiko ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst einmal gilt es, an Hand des Hauttyps und der Hautfarbe den für Sie am besten geeigneten Lichtschutzfaktor zu ermitteln. Sollten Sie Probleme dabei haben, kann die ärztliche Beratung beim Haut-Check sehr hilfreich sein.

Grundsätzlich gilt: Bei empfindlicher Haut mit Neigung zum Sonnenbrand empfiehlt sich mindestens ein LSF (Lichtschutzfaktor) von 30 oder sogar höher. Bei etwas dunklerem Teint und unempfindlicher Haut reicht auch ein mittlerer LSF von 20. Im Zweifel sollten Sie immer zum höheren Lichtschutzfaktor greifen.

Die verschiedenen Hauttypen

  • Hauttyp I hat helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen. Nach 5 bis 10 Minuten bekommt er einen Sonnenbrand, die Haut bräunt jedoch nicht.
  • Hauttyp II hat ebenfalls helle Haare und blaue oder grüne Augen und bekommt nach 10 bis 20 Minuten einen Sonnenbrand. Er bräunt kaum.
  • Hauttyp III hat dunkle Haare und braune Augen. Die Haut bräunt gut, ein Sonnenbrand tritt nach 20 bis 30 Minuten auf.
  • Hauttyp IV ist von Natur aus dunkel, bräunt schnell und problemlos und bekommt erst nach 40 Minuten einen Sonnenbrand.

Neben dem Hauttyp spielt auch die Intensität der Sonnenstrahlung eine wichtige Rolle. Je näher Sie sich am Äquator befinden, desto intensiver ist die Sonnenstrahlung. Deshalb sollten Sie den LSF entsprechend der geographischen Lage des Urlaubslandes oder auch der Höhenlage (Höhensonne in den Bergen) anpassen.

Was genau sagt der Lichtschutzfaktor aus

Ein Beispiel: Der Lichtschutzfaktor 20 bedeutet, dass Sie rein rechnerisch 20-mal länger in der Sonne bleiben können als ohne. Wenn Sie also zu Hauttyp I gehören und ohne Schutz bereits nach fünf Minuten rote Haut bekommt, kann mit Hilfe der Sonnencreme 100 Minuten in der Sonne bleiben.

Da es sich bei dieser Rechnung aber nur um Durchschnittswerte handelt, wird empfohlen, lieber schon nach zwei Dritteln der Zeit in den Schatten zu gehen.

Einfache Regeln fürs Sonnenbad

Verwenden Sie am besten schon im Frühjahr Sonnencreme, denn gerade nach einem langen Winter muss sich die Haut erst wieder an die Sonne gewöhnen.

Die restliche Sonnencreme vom Vorjahr bietet zwar in der Regel nicht mehr den vollen Schutz, kann aber zumindest noch als einfache Bodylotion verwendet werden. Spätestens wenn sich Konsistenz und Geruch verändern, sollten Sie die Creme besser entsorgen.

Da UV-Strahlen auch durch Glas dringen können und viele Flächen die Sonnenstrahlen reflektieren, sollten Sie sowohl im Auto wie auch im Schatten an einen geeigneten Sonnenschutz denken.

Im Fall von Sonnenschutzmitteln gilt übrigens das Motto „Viel hilft viel“! Wirklicher Schutz entsteht nämlich erst beim Auftragen einer dicken Schicht. Gerade bei dünnflüssigen Produkten besteht daher die Gefahr, dass Sie sich nicht dick genug eincremen. Aufgetragen wird die Sonnencreme dann mindestens eine halbe Stunde bevor man in die Sonne geht.

Übrigens können Sie nach dem Baden oder nach dem Schwitzen den Sonnenschutz durch wiederholtes Eincremen zwar erneuern, aber eben nicht verlängern, da die Wirkung von Sonnenschutzmitteln immer nur für eine gewisse Zeit hält.

Weitere Schutzmaßnahmen

Neben der Sonnencreme gibt es auch noch weitere Faktoren, die den Aufenthalt in der Sonne angenehmer und länger machen können. Hierzu gehört unter anderem auch die entsprechende Kleidung. Ähnlich wie beim LSF gibt es für Textilien den sogenannten UV-Schutzfaktor (USF) oder Ultraviolet Protection Factor (UPF).

Ein weißes Baumwoll-T-Shirt hat beispielsweise einen UPF von zehn und lässt somit etwa ein Zehntel der UV-Strahlung durch. Ist es dann noch nass oder besonders eng anliegend und gedehnt, steigt die durchdringende UV-Strahlung.

Während übrigens der australisch/neuseeländische Standard für Sonnenschutz bereits bei einem Wert größer als 15 erfüllt ist, liegt der Europäische Standard bei einem Wert größer 40.

Die passende Sonnenbrille

Vergessen Sie neben der entsprechenden Kleidung und der passenden Sonnencreme nicht die Kopfbedeckung und die Sonnenbrille. Ähnlich wie die Haut brauchen auch die Augen Schutz vor der UV-Strahlung. Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut, die das Sehvermögen beeinträchtigen, sind schmerzlos und machen sich erst über Jahre bemerkbar.

Daher sollten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille nicht nur nach modischen Aspekten wählen, sondern vor allem nach dem gekennzeichneten UV-Schutz, der Blendschutz-Kategorie und der hochwertigen Verarbeitung.

Die entsprechende Blendschutz-Kategorie findet sich in der Regel auf der Innenseite des Bügels und reicht von 0 bis 4:

  • Kategorie 0: 80 bis 100 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr heller Filter, für abends
  • Kategorie 1: 43 bis 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit, heller bis mittlerer Filter, gut geeignet für bedeckte Tage und die Stadt
  • Kategorie 2: 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit, dunkler Universalfilter, besonders geeignet für den Sommer, eigentlich der perfekte Blendschutz für unsere Breitengrade
  • Kategorie 3: 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr dunkler Filter, gut geeignet für südliche Gefilde, helle Wasserflächen, den Strand und die Berge
  • Kategorie 4: 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, extrem dunkler Filter, zu dunkel für den Straßenverkehr, geeignet für Hochgebirge und Gletscher

Was viele übrigens nicht wissen: Die Tönung der Gläser sagt leider gar nichts über den UV-Schutz aus. Sie reduziert lediglich das für das Auge sichtbare Licht. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille beim Optiker zu kaufen.

Zusätzlich sollte die Sonnenbrille die Augen optimal abdecken. Hierbei gilt die Faustregel: Die Gläser der Brille sollten mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand reichen.

Sollten Sie jetzt noch Fragen zum Thema Sonnenschutz haben, können Sie uns gerne jeder Zeit kontaktieren, ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Sonne tanken.

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