Still Alice – ein bewegender Film über Alzheimer

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Mit dem Oscar prämierten Film „Still Alice“ kommt innerhalb weniger Monate bereits der zweite Film nach Til Schweigers „Honig im Kopf“ zum Thema Alzheimer am 5. März in die deutschen Kinos.

Die Oscar-Gewinnerin Julianne Moore spielt in der Romanverfilmung „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ eine Professorin, die an Alzheimer erkrankt. Alles beginnt zunächst ganz unscheinbar. Bei einem Vortrag fällt der Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort nicht ein und wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft.

Die 50-jährige Linguistik Professorin ahnt, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Trotzdem ist die Diagnose ebenso unerwartet wie erschütternd: Sie leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.

Schon bald lässt sich die Krankheit nicht mehr vor ihren drei älteren Kindern verheimlichen und auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann (gespielt von Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, die Wahrheit zu sagen. Da diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten auch die Kinder direkt betroffen sein.

Während die schwangere ältere Schwester Anna sich testen lässt und eher egoistisch reagiert, sorgt sich die jüngste Tochter Lydia (gespielt von Kristen Stewart) nicht um ihre eigene Zukunft, sondern will für ihre Mutter da sein, auch wenn das Verhältnis zwischen den beiden nicht immer das beste war. Als sich der Zustand von Alice verschlechtert, ist es ausgerechnet Lydia, die für sie die größten Opfer bringt.

Bewegender Film mit emotionaler Wucht

Den beiden in Deutschland noch relativ unbekannten Regisseuren Glatzer und Westmoreland gelingt mit „Still Alice“ ein packendes Familiendrama mit einem gesellschaftlich sehr wichtigen Thema. Die emotionale Wucht des Dramas hängt vor allem auch mit der großartigen Darstellung von Julianne Moore zusammen, die sowohl den Golden Globe als auch den Oscar für ihre herausragende Leistung erhielt.

Neben der gesamten Bandbreite an Extremen, den damit verknüpften Emotionen, existenziellen Fragen und moralischen Grenzbereichen transportiert der Film vor allem eine Message: Liebe!

Denn das einzige was am Ende einer solch schweren Krankheit zählt, ist die liebevolle Zuwendung der Angehörigen. Denn die kann der Erkrankte trotz seiner schwindenden geistigen Fähigkeiten spüren und sie hilft ihm in seiner Verzweiflung. Gerade wenn man den geliebten Menschen in seiner Schwachheit annimmt, kann man ihm damit die Würde erhalten.

Demenz wird immer mehr zur Volkskrankheit

Da immer häufiger Menschen an Demenz oder Alzheimer erkranken, ist es extrem wichtig die Krankheit weiter zu thematisieren und somit in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Daher ist zu hoffen, dass der hervorragend recherchierte Film Aufmerksamkeit und Verständnis für Menschen mit Demenz weckt und dazu beiträgt, dass Hilfsangebote für Erkrankte und deren Familien weiter ausgebaut werden.

Fazit: Ein toller Film über ein gesellschaftlich sehr wichtiges Thema – kein bedrückendes Betroffenheits- und Mitleidskino, sondern mitreißende und herzerwärmende Unterhaltung.

Kinostart in Deutschland ist der 05. März 2015. Hier der aktuelle Trailer:

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