Toilettentraining/ Blasentraining

Toilettentraining/ Blasentraining

Das sogenannte Toilettentraining oder auch Blasentraining ist neben medikamentösen oder operativen Therapien ein bewährtes Mittel zur Linderung von Inkontinenzbeschwerden. Das Toilettentraining wird vor allem bei Dranginkontinenz oder Stuhlinkontinenz empfohlen, denn es trainiert nicht nur den Blasen- bzw. Schließmuskel, sondern auch das Drangempfinden sowie regelmäßige Toilettengänge. Somit kann ein ständiger Harn- oder Stuhldrang gelindert und der Alltag erleichtert werden.

So funktioniert das Toilettentraining

Sinn des Toiletten- oder Blasentrainings ist das Zurückerlangen der Kontrolle über die Blasenfunktion, indem ein regelmäßiger Rhythmus der Toilettengänge trainiert wird und somit eine zu volle Blase sowie unnötig häufige Toilettengänge vermieden werden. Ein zu häufiges beziehungsweise vorsorgliches zur Toilette gehen kann nämlich kontraproduktiv sein und die Blase dahin gehend trainieren, bereits bei kleinsten Urinmengen einen Harndrang anzuzeigen. Ziel des Blasentrainings ist es also, ein Gefühl dafür zu erlernen, wann der Harndrang tatsächlich eine volle Blase anzeigt und wann ein Toilettengang wirklich nötig ist.

Hilfreich zur Einhaltung eines angemessenen Rhythmus ist ein Tagebuch, auch Miktionsprotokoll genannt. Dort werden sowohl die Anzahl der Toilettengänge, die abgegebene Urinmenge, als auch die Trinkmenge vermerkt. Dies hilft dem Betroffenen nicht nur selbst, die Kontrolle über sein Verhalten zu erlernen, sondern verschafft auch dem behandelnden Arzt einen Überblick über Ihre Beschwerden und Fortschritte. Das sogenannte Miktionsprotokoll dient zudem der Krankenkasse, einen Erstattungsbeitrag für Inkontinenzprodukte festzulegen, sofern der behandelnde Arzt ein Rezept für diese Produkte ausgestellt hat.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Viele Inkontinenzbetroffene begehen oft den Fehler, aus Angst vor unkontrollierbarem Urin- oder Stuhlabgang, sehr häufig zur Toilette zu gehen und wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Jedoch ist es gerade bei einer gestörten Drangwahrnehmung enorm wichtig einen angemessenen Toilettenrhythmus einzuhalten. Bei der Harninkontinenz ist das Ziel des Toilettentrainings oder Blasentrainings, nicht öfter als alle drei Stunden zur Toilette zu gehen und Urin abzugeben.

Diese Zeiten sollten auch dann eingehalten werden, wenn kein Harndrang besteht beziehungsweise sollte dieser Rhythmus auch angestrebt werden, wenn der Drang sehr groß ist. Auch das Anhalten des Drangs gehört zum Therapieplan. Während der Nachtruhe sollten die Toilettengänge im Idealfall noch weiter auseinanderliegen. Der Erfolg des Toilettentrainings ist jedoch auch abhängig vom Schweregrad der Inkontinenz sowie deren Ursachen.

Ähnlich ist es beim Toilettentraining für Betroffene von Stuhlinkontinenz. Der Unterschied zum Blasentraining besteht lediglich darin, dass es Ziel des Trainings ist, den Toilettengang auf einmal täglich zu reduzieren und dies stets zur gleichen Uhrzeit.

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