Wechseljahre – Was erwartet mich?

wechseljahre-wie-lange

Viele Frauen sehen der Zeit der Wechseljahre mit Furcht entgegen, denn etwa zwei Drittel der Frauen haben in dieser Zeit mit physischen oder psychischen Beschwerden zu kämpfen. Die häufigsten Symptome sind dabei Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, eine abnehmende Libido oder körperliche Veränderungen wie Gewichtszunahme, Haarausfall oder Hautveränderungen.

Ursächlich für diese Symptome ist die Abnahme des Hormons Östrogen im Körper, was den Hormonhaushalt durcheinander bringt und sozusagen zu einer zweiten Pubertät führen kann.

Wechseljahre – Was ist das?

Als Wechseljahre oder Klimakterium wird der Zeitraum der Umstellung vor und nach der Menopause bezeichnet. Die Menopause hingegen stellt den Zeitpunkt der letzten Menstruation dar.

Mit dem Ende der Wechseljahre endet auch die fruchtbare Zeit der Frau. Dies kann zwar Veränderungen des Körpers mit sich ziehen, bedeutet aber keineswegs das Ende der Weiblichkeit. Machen Sie sich stets bewusst, dass das Klimakterium ein völlig natürlicher Prozess ist.

Etwa ab dem 50. Lebensjahr beginnt die Funktion der Eierstöcke nachzulassen und die Bildung der Follikel nimmt ab. Damit nimmt auch die Bildung des Sexualhormons Östrogen ab, welches zahlreichen Studien zufolge, maßgeblich für die Symptome der Wechseljahre verantwortlich zu sein scheint.

Der Mangel an Östrogen verursacht demnach Störungen der Botenstoffe im Gehirn, die beispielsweise die Stimmungslage oder Regelung der Körpertemperatur beeinflussen. Somit kann bereits auf geringe Temperaturschwankungen sehr sensibel reagiert werden, was zur Folge hat, dass sich die Hautgefäße weiten und der Betroffene zu schwitzen beginnt.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Dauer der Wechseljahre ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. In der Regel wird von einem Zeitraum zwischen dem 45. Und 65. Lebensjahr gesprochen. Der Verlauf der Wechseljahre wird zudem in 4 Phasen unterteilt, vom langsamen Beginn der Wechseljahre, über die Menopause bis hin zum Ende des Klimakteriums.

  1. Prämenopause

Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken und ist durch unregelmäßige Regelblutungen und das Prämenstruelle Syndrom (PMS) gekennzeichnet. Durchschnittlich beginnt diese Phase zwischen dem 45. Und 50. Lebensjahr.

  1. Menopause

Als Menopause wird der Zeitpunkt nach der letzten Regelblutung bezeichnet und somit das Ende der fruchtbaren Zeit der Frau. Das durchschnittliche Alter liegt hier bei 50-55 Jahren. Aber Vorsicht, selbst ein Jahr nach der letzten Regelblutung sind noch einige Frauen schwanger geworden. Daher sollten Sie auch während der Wechseljahre verhüten, um eventuelle Überraschungen zu vermeiden.

  1. Postmenopause

Diese Phase kann sich wieder über mehrere Jahre erstrecken und das Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kann sich hier ebenfalls noch bemerkbar machen. Das bedeutet, dass die Wechseljahresbeschwerden selbst nach der Menopause noch mehrere Jahre andauern können.

  1. Senium

Mit dem Senium wird das Ende der Wechseljahre bezeichnet. In der Regel sind die Beschwerden des Klimakteriums ab dem 65. Lebensjahr dann endgültig überstanden.

Frühe Wechseljahre

In einigen Fällen können die Wechseljahre auch schon vor dem 45. Lebensjahr eintreten. Gründe dafür sind Hormonschwankungen, die entweder durch eine allgemeine Störung des Hormonhaushalts oder durch Schwangerschaften oder Operationen, wie die Entfernung der Eierstöcke, verursacht werden. Bei einem sehr früh einsetzenden Klimakterium wird der Hormonhaushalt sehr oft medikamentös behandelt, um die Wechseljahre und die damit einhergehenden körperlichen Veränderungen zu verzögern.

Wechseljahre bei Männern

wechseljahre-maennerAuch bei Männern nimmt die Produktion der Sexualhormone im steigenden Alter stetig ab. Die sogenannte Andropause verläuft jedoch, im Gegensatz zu den weiblichen Wechseljahren, in den meisten Fällen beschwerdefrei, denn die Androgene nehmen im Laufe der Jahre langsam und kontinuierlich ab. Der Hauptbestandteil der Androgene, das Testosteron, sinkt ab dem 40.-50. Lebensjahr um etwa 1-2% pro Jahr. Und nur ca. 15-20% der Männer leiden in dieser Zeit überhaupt an einem zu niedrigen Testosteronspiegel.

Bei den Männern, die betroffen sind, unterscheiden sich die Beschwerden in den Wechseljahren kaum von denen der Frauen – Libidoverlust, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Gewichtszunahme können in diesem Fall Anzeichen für einen zu niedrigen Hormonspiegel sein.

Was hilft gegen die Beschwerden in den Wechseljahren?

In den meisten Fällen ist eine Therapie mit Medikamenten oder Hormonen nicht notwendig. Die häufigsten Beschwerden wie Hitzewallungen oder eine verminderte Leistungsfähigkeit können gut durch Hausmittel oder eine Veränderung des Lebensstils gemindert werden.

Übergewicht, eine ungesunde Lebensweise und Bewegungsmangel begünstigen Hitzewallungen noch zusätzlich und sollten daher aktiv von Ihnen geändert werden. Beruhigende Tees oder Kräuter können das Wohlbefinden während der Wechseljahre steigern und Stimmungsschwankungen reduzieren.

TIPP: Da Frauen in asiatischen Ländern scheinbar weniger Probleme mit ihren Wechseljahren haben, wird davon ausgegangen, dass eine fernöstliche Ernährungsweise mit viel Sojaprodukten und grünem Tee die Beschwerden lindern können. Diese Lebensmittel enthalten Phytoöstrogene, die den Östrogenen sehr ähnlich sind und können das Ungleichgewicht im Körper etwas stabilisieren.

Da durch den Hormonabstieg auch der Unterleib weniger durchblutet wird, können sportliche Übungen wie Beckenbodengymnastik, späteren Folgen wie Inkontinenz sehr gut vorbeugen.

Wichtig ist es, diesem Lebensabschnitt gelassen entgegen zu gehen und ihn auch genauso gelassen zu erleben. Und wenn Sie unseren Lesern noch weitere Tipps gegen die lästigen Beschwerden mit auf den Weg geben möchten, hinterlassen Sie uns gern einen Kommentar.

Teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Freunden und Bekannten!
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.