Weihnachtsgewürze – aromatisch und gesundheitsfördernd

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Zimt, Sternanis oder Vanille betören in der Vorweihnachtszeit nicht nur unsere Sinne, sondern sind in Maßen auch förderlich für unsere Gesundheit. Unsere Übersicht gibt Aufschluss darüber, welche gesundheitsförderlichen Eigenschaften in Zimt und Co. stecken.

Allgemein haben alle Weihnachtsgewürze übrigens eines gemeinsam: Ihre würzigen Aromen betören nicht nur unsere Geruchsrezeptoren in der Nase, sondern auch die Andockstellen in der Darmschleimhaut, sodass die Verdauung angekurbelt wird.

Zimt – gesund oder nicht?

Mit seinem intensiven Aroma ist Zimt quasi der Inbegriff der Weihnachtsgewürze. Dabei ist der darin enthaltene Aromastoff Cumarin in den letzten Jahren stark umstritten gewesen. Wie viel der chemischen Substanz Cumarin in der getrockneten Rinde des Zimtbaumes aber wirklich enthalten ist, hängt stark von der Zimtsorte ab.

Während der in Sri Lanka heimische Ceylon-Zimt reich an Eugenol ist und vergleichsweise wenig Cumarin enthält, ist dieses Verhältnis beim vietnamesischen Cassia-Zimt entgegengesetzt. Sollten Sie sich also nicht sicher sein, woher der Zimt stammt, empfiehlt es sich laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) täglich maximal zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen.

Bei einem 15 Kilogramm schweren Kind entspräche das in etwa der Menge von sechs Zimtsternen. Ansonsten kann der übermäßige Verzehr von Zimt durchaus zu Leberschäden führen. Bei dem cumarinarmen Ceylon-Zimt besteht keine Gefahr und viel eher stehen die positiven Eigenschaften im Vordergrund. Schon sechs Gramm Zimt am Tag können die Konzentrationen von Glukose, Fetten sowie LDL-Cholesterin im Blut vermindern und dadurch einen positiven Effekt auf Herz und Kreislauf hervorrufen. Zusätzlich regt Zimt die Verdauung an und ist Appetit anregend.

Sternanis – Mittel gegen Husten

Sternanis ist eine beliebte Zutat für Spekulatius, Gewürzschnitten sowie Anisplätzchen und darf zudem in keinem Glühwein fehlen. Allerdings findet Anis nicht nur Verwendung in der weihnachtlichen Backstube, sondern auch in der Medizin.

Gerade wegen seiner entzündungshemmenden und stark schleimlösenden Wirkung ist Anis auch häufig in Hustensäften und Bronchialtees enthalten. Außerdem fördert Anis dank des enthaltenen Benzaldehyds die Verdauung und löst Krämpfe, Verspannungen sowie Blähungen.

Vanille – der natürliche Stimmungsaufheller

Vanille ist ein echter Klassiker in der weihnachtlichen Backstube und darf definitiv nicht fehlen. Egal ob Vanillezucker oder direkt aus der Schote gekratzt – der ganz typische Geschmack gibt jedem Gebäck das gewisse Etwas. Zusätzlich gilt Vanille auch noch als ein ganz legaler Stimmungsaufheller. Der Geruch von Vanille sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen, stärkt die Nerven und beruhigt.

Übrigens, wer schlank durch die doch recht kalorienreiche Weihnachtszeit kommen möchte, sollte einfach Vanilleduftkerzen in der Wohnung aufstellen. Durch den Duft der Kerzen wird nämlich der Heißhunger auf Süßes unterdrückt.

Nelke – Veredlung vieler Gerichte und Heilpflanze 2010

Nelken gehören nicht nur in die klassische Glühwein-Variante, sondern veredeln in der Weihnachtszeit mit ihrem leicht scharfen und intensiven Aroma Lebkuchen, Rotkohl und so manches Wildgericht. Aber auch als Heilpflanze findet die Nelke zahlreiche Verwendung und wurde daher auch 2010 zur Heilpflanze des Jahres ernannt.

Hauptwirkstoff des Nelkenöls ist Eugenol, das die Schmerznerven im Mund- und Gesichtsbereich blockiert. Nicht ohne Grund war das Beißen auf eine Nelke schon früher ein adäquates Hilfsmittel bei Zahnschmerzen. Neben der stark schmerzstillenden Wirkung ist die Nelke entzündungshemmend, beruhigend, desinfizierend, krampflösend, appetitanregend und verdauungsfördernd.

Kardamom – Lebkuchen, Spekulatius und Co.

Viel Weihnachtsgebäck ist ohne den süßlich-scharfen Geschmack von Kardamom nicht vorstellbar. Doch das Gewürz verfeinert nicht nur Weihnachtsstollen, Lebkuchen und Spekulatius, sondern schont den Magen und hilft bei Verdauungsproblemen.

Das asiatische Gewürz hat, wie auch Zimt, einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Einer der Wirkstoffe ist das sogenannte Cineol, das in größeren Mengen auch in Eukalyptus enthalten ist. Da es stark antibakteriell und schleimlösend wirkt, kann Kardamom auch zur Behandlung von Erkältungs- und Lungenerkrankungen eingesetzt werden.

Zusätzlich blockiert der Wirkstoff Gingerol, der auch in Ingwer vorkommt, einen Rezeptor im Magen-Darm-Trakt, der normalerweise den Brechreiz auslöst. Dank dieses Wirkstoffs kann Kardamom gegen Übelkeit helfen und die Verdauung unterstützen.

Holen Sie sich in unserem Ratgeber leckere Rezeptideen für die gesunden Weihnachtsgewürze und lesen Sie auch unsere Beiträge „Plätzchenrezepte für die Weihnachtszeit“ und „Glühwein selbst gemacht“.

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